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Führung für Familien, Freund*innen und Liebende durch die Ausstellung »Circling Around Oneness« von Mwangi Hutter mit Kuratorin Solvej Helweg Ovesen

Müllerstraße 146-147 13353 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: freier Eintritt
Donnerstag 12.01.2017 - Anfangszeit: 16:00 Uhr
Kategorie: Tolle Touren
Führung für Familien, Freund*innen und Liebende durch die Ausstellung »Circling Around Oneness« von Mwangi Hutter (Laufzeit 25.11.2016–28.01.2017) mit Kuratorin Solvej Helweg Ovesen

Eine Ausstellung im Rahmen von POW (Post-Otherness-Wedding), kuratiert von Solvej Helweg Ovesen und Dr. Bonaventure Soh Bejeng Ndikung

»Einssein« ist ein Thema, das seit langem schon eine wichtige Rolle in der Arbeit des Künstlerpaares spielt. Ingrid Mwangis und Robert Hutters kreative und private Partnerschaft schlägt Brücken zwischen kenianischen und deutschen »verkörperten Seelen«. Sie führen eine internationale, kosmopolitische Beziehung, wie so viele Menschen im multikulturellen und von Migration geprägten Stadtteil Wedding, in dem sich die Galerie befindet.

Die beiden Videoinstallationen von Mwangi Hutter reflektieren den performativen und kollektiven Charakter ihrer Arbeiten, in denen sie meist selbst und ihre beiden Töchter als Performer*innen agieren. In der Installation greift die schwarz-weiße Bemalung der großen Glasfassade der Galerie Wedding eine Signatur in der Kunst von Mwangi Hutter auf – die Farbkombination Schwarz und Weiß als Symbol einerseits für einen Kontrast und andererseits für den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. Die auf den ersten Blick undurchdringliche visuelle Barriere stellt sich bald als eine durchlässige Oberfläche heraus; die schwarze und weiße Kreidefarbe kann leicht von außen abgewischt werden, so dass der Blick frei wird auf das, was sich im Ausstellungsraum selbst abspielt: Auf den zentralen Galeriewänden wird eine Projektion eines Mannes und einer Frau sichtbar, die fast bewegungslos, aber in der gleichen Position auf getrennten Betten liegen. Die Videoinstallation »The Act of Leaving the Body« (2015) ist paradigmatisch für den andauernden, sich immer wieder erneuernden Prozess der Neuformung von seelischer Einheit, des Sich-Näherkommens, des Sich-Vereinens und der Suche nach Distanz in Mwangi Hutters Werk.

Die Videoarbeit »Nothing Solid« und die dazugehörende Fotoarbeit »The Concept« (beide 2015) sind dem rituellen Abschied der langen Dreadlocks von Mwangi Hutters Tochter gewidmet. »The Concept« zeigt den Moment vor der schwerwiegenden Entscheidung, die Dreadlocks abzuschneiden, und »Nothing Solid« zeigt den Akt selbst. Haar als Verkörperung von Zeit, Erfahrung, Identität, Erinnerung, Genen – und vielleicht symbolischer Gemeinschaft. In dem Video schneidet sich die junge Frau die Dreadlocks ab; an jeder Locke ist ein Ballon befestigt, eine nach der anderen steigen sie zur Decke empor.

Oneness oder Einssein – ist der Einzelne eine Einheit in sich, oder sind wir erst dann vollständig, wenn wir uns mit etwas anderem verbinden? Wie funktioniert Einssein im alltäglichen Leben, in einer Familie, unter Freunden und Geliebten? Wie können wir Einssein radikal neu erfinden in einer Welt des Individualismus, in einer Welt von generischen Konflikten um Race und Gender, oder in einer Welt, die vor allem auf Unterschiede fokussiert ist?

*****
Mit freundlicher Unterstützung der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, des Ausstellungsfonds für Kommunale Galerien.

Das Ausstellungsprogramm POW wird durch die Unterstützung des Bezirksamtes Mitte von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur ermöglicht.

von: Galerie Wedding

Mehr Infos im Internet:

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