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Großer Massen-Ausleih-Flashmob zur Bestandsrettung der Tucholsky-Bibliothek

Esmarchstraße 18 10407 Berlin - zum Stadtplan
Dienstag 18.06.2013 - Anfangszeit: :00 Uhr
Kategorie: Schatztruhe
"Unter dem Motto „Ausleihen statt Aussondern“ ruft die Tucholsky-Bibliothek ihre Nutzer dazu auf, bis zum 19. Juni so viele Bücher wie möglich auszuleihen. Für diesen Tag haben sich Kontrolleure angekündigt, um die Bestände zu sichten – und Bücher massenhaft auszusondern. Denn die Bücherei, ehrenamtlich betrieben vom Verein „Pro Kiez Bötzowviertel“, ist als Mitglied des Verbunds Öffentlicher Bibliotheken Berlins (VÖBB) verpflichtet, jährlich 10 bis 15 Prozent ihrer Bücher auszusortieren ... In der Tucholsky-Bibliothek hieße das, dass von den 24 000 Büchern etwa 3000 erneuert werden müssten. Das Geld für Neuanschaffungen reicht aber nur für 500. Irgendwann wären die Regale leer, befürchtet der Kiezverein, der die Bücherei einst vor der Schließung rettete."

Kurt-Tucholsky-Bibliothek, Esmarchstraße 18, 10407 Berlin - Pankow, bis 19 Uhr geöffnet.

"Beim Flashmob ausgeliehen werden sollten vor allem Bücher, die normalerweise keine Aufmerksamkeit finden und damit in das Visier der amtlichen Bibliothekare geraten könnten. Es geht um Klassiker (zum Beispiel Goethe, Hesse, Böll), internationale Belletristik (Roth, Auster, Camus), des weiteren Lyrik, Sagen, Epen etcetra. Pro Nutzer, so der Hinweis, könnten 60 Bücher ausgeliehen werden. Jede Entleihe sei die Rettung für ein Buch. Denn aussortiert werden könnten „nur vorhandene Bücher, solche, die längere Zeit nicht ausgeliehen wurden". Die Bibliothek bietet auch an, die entliehenen Bücher zu lagern. So sparen sich die Entleiher die dann ja doch oft lästige Mitnahme der zu rettenden Kulturgüter."

Quellen: die beiden verlinkten Artikel

von: Andrea

Bilder aus Berlin