In meinen Kalender importieren (ICS)

Gemeingut statt Leerstand - Entenkeller Frohnau, Oranienburger Chaussee 45, 13465 Berlin

Oranienburger Chaussee 45 13465 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Veranstaltung findet von 11 bis 13 Uhr statt.
Dienstag 28.09.2021 - Anfangszeit: 11:00 Uhr
Kategorie: Leute treffen
#gemeingutstattleerstand #stadtbodenstiftung #B0928 #Berlin #reinickendorf #communitylandtrust

Wir uns auf Euren Besuch in #Berlin #Reinickendorf vor dem ehemaligen Restaurant Entenkeller. Der 1926 in der Gartenstadt Frohnau errichtete Entenkeller war ein beliebtes Ausflugslokal und viele Jahre für lange Tanznächte und gute Gerichte berühmt. 2006 wurde der Betrieb jedoch eingestellt. 2013 wurde die Immobilie zwangsversteigert. Der neue Eigentümer plante einen Umbau mit Restaurant im Erdgeschoss und Wohnungen darüber. Drei Jahre später begannen erste Bauarbeiten. 2017 wurde ein Bauantrag gestellt, der eine Eröffnung der Gastronomie zum Ende des Jahres vorsah. Die Unterlagen blieben jedoch unvollständig und es wurde keine Genehmigung erteilt. Im Oktober 2020 berichtet der RBB von erneuten Verkaufsgesprächen. Zwei Monate später von einem Brand im Dachstuhl des Gebäudes. Seitdem ist es wieder ruhig um den Entenkeller.

Das Projekt "Gemeingut statt Leerstand"

Die Stadtbodenstiftung ist unterwegs in Berlin! Ende August beginnt unser Projekt „Gemeingut statt Leerstand“. Nachdem die Stadtbodenstiftung in den letzten Monaten mit viel Energie errichtet wurde, wollen wir nun mit den Menschen der Stadt ins Gespräch kommen, um die Idee einer an Bedarfen anstatt an Profit orientierten Stadtentwicklung für den Berliner Kontext mit Leben und dem Wissen der Stadtbewohner:innen zu füllen. Das Projekt „Gemeingut statt Leerstand“ setzt hierzu an der Problematik von spekulativem Leerstand an: Bei diesem bleibt die Immobilie leer, weil es lukrativer erscheint, sie ungenutzt zu lassen, um sie ohne „wertmindernde“ Mieter:innen oder Nutzungen zum geeigneten Zeitpunkt teurer weiterzuverkaufen. Hier wird für alle sichtbar, dass immer mehr Wohn- und Gewerbeimmobilien vor allem zu Spekulationsobjekten geworden sind. Gewinne werden bei diesen nicht mehr primär aus Mieteinkünften erzielt, sondern sind Folge steigender Immobilien- bzw. Bodenpreise. Bei dieser Form der profitgelenkten Stadtentwicklung geht jegliche Orientierung am Gemeinwohl oder an den lokalen Bedürfnissen möglicher Nutzer:innen und Nachbarschaften verloren. Bei dem Projekt „Gemeingut statt Leerstand“ wird spekulativer Leerstand als „Spitze des Eisberges“ einer solchen Stadtentwicklung wird zum Anlass genommen, um ins Gespräch zu kommen: Wie ist die Wahrnehmung der Leerstands- und Spekulationsphänomene in den verschiedenen Berliner Bezirken? Was könnte und sollte an diesen Leerstandsorten Sinnvolles für die eigene Nachbarschaft stattfinden? Was bedeutet die eigene Nachbarschaft den Menschen überhaupt? Und welche Rolle könnte ein Berliner „Community-Land-Trust“ für die weitere Gestaltung der Stadt übernehmen? An zwölf Standorten spekulativen Leerstands– einem pro Berliner Bezirk – wird von uns eine ortsspezifische Intervention durchgeführt. Für einen Tag wird eine mobile Soundinstallation aufgebaut, die zur Interaktion und diskursivem Meinungsaustausch einlädt. Wir wollen vor Ort ins Gespräch kommen und die vielfältigen Stimmen der Anwohner:innen einfangen. Diese O-Töne werden als Audios an den folgenden Orten des Leerstands über Lautsprecher wiedergegeben. So entsteht ein wachsendes, vielstimmiges Mosaik der Anwohner:innen von Leerstandsimmobilien aus allen zwölf Bezirken Berlins. Aus diesem Material wird im Anschluss an die Interventionen ein dokumentarischer Kunstfilm über die „kollektive Wunschproduktion“ der Berliner:innen zum Thema „Gemeingut statt Leerstand“ entstehen.

von: Stadtbodenstiftung

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin