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"Die Häuser denen, die drin wohnen!" - Fotoausstellung im RegenbogenCafé

Lausitzer Straße 22 10999 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Eintritt frei.
sonstige Öffnungszeiten: 13-18 Uhr
Samstag 11.05.2019 bis Donnerstag 06.06.2019 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Wissen live
Eine Fotoausstellung über die Besetzer*innenbewegung
der 1980er Jahre bis heute

Veranstalter: Umbruch Bildarchiv & #besetzen

mit Fotos von:
Michael Kipp, Manfred Kraft, Wolfgang Sünderhauf, Barbara Klemm, Peter Homann, Christian Schulz, Ann-Christine Jansson, Oliver Feldhaus, Hermann Bach u.a.

Am 12.12.1980 räumte die Polizei in Kreuzberg eine Neubesetzung am Fränkelufer und ging massiv mit Tränengas und Knüppeln gegen Unterstützer*innen vor. In dieser Nacht entwickelten sich Krawalle, wie sie Kreuzberg schon lange nicht mehr erlebt hatte.

Es war der Startschuss in eine neue Ära der Hausbesetzer*innen-Bewegung im damaligen Westberlin. Innerhalb weniger Monate wurden rund 160 Häuser besetzt. Ein Heer von Spekulanten, die mit leerstehenden Altbauten ihren Reibach machen wollten, wurde vereint zurückgeschlagen.

Tausende Besetzer*innen, Mieter-Initiativen, Nachbar*innen, Projekte, Kollektive, dazu zahlreiche Paten der Häuserbewegung – mehr oder weniger prominent – trugen dazu bei.
Tragischer Tiefpunkt der Entwicklung war der 22. September 1981. Bei der Räumung acht besetzter Häuser trieb die Polizei Demonstranten in den fließenden Verkehr. Hierbei wurde Klaus-Jürgen Rattay auf der Potsdamer Straße in Schöneberg von einem BVG-Bus totgefahren. Seitdem wurden Neubesetzungen fast immer nach der sogenannten Berliner Linie innerhalb von 24 Stunden geräumt.

Es läuft eine lange Linie von den ersten Hausbesetzungen der 1970iger Jahre über die Häuserkämpfe Anfang der 80er in West-Berlin zu 1990/91 in Ost-Berlin (Mainzer Straße) bis in unsere Tage.

Zur Zeit beginnen sich erneut mehr und mehr Betroffene gegen Vertreibung und Gentrifizierung zu wehren. In zahlreichen Städten ist es heutzutage ein Privileg, eine bezahlbare Wohnung zu haben und nicht verdrängt zu werden.

In Berlin schlagen nun damalige Besetzer-*innen und jetzige Aktivist*innen eine Brücke zwischen den Ereignissen damals und heute. Vieles von dem, was die Bewegung in den 80er Jahren angetrieben hatte, gewinnt zunehmend wieder an Bedeutung: sei es der Kampf um Freiräume oder der gegen Verdrängung und Spekulation. Eine neue Bewegung nimmt an Fahrt auf mit wachsender Zustimmung der Bevölkerung. #Mietenwahnsinn stoppen!, #besetzen, #BerlinerLinie abschaffen! #DeutscheWohnen enteignen! Eine Parole aus der Besetzerbewegung bringt es auf den Punkt:

„Die Häuser, denen die drin wohnen!"

von: Silke

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin

 
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