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bpb:METRO Spezial - DARE TO DREAM OF EUROPE - Eurovision Song Contest als kulturpolitischer Laufsteg Europas

Johannisstraße 2 10117 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung unter www.bpb.de/289412 ist notwendig.
Samstag 18.05.2019 - Anfangszeit: 14:00 Uhr
Kategorie: Public Viewing
Das „bpb: METRO Spezial“ unter dem Titel „Dare to Dream of Europe“ widmet sich dem Eurovision Song Contest (ESC) als Europas größtes Musikereignis, welcher kulturelle, politische und soziale Wandel in Europa seit 63 Jahren beeinflusst und reflektiert.
Ins Leben gerufen im Jahr 1956 als ein gemeinsames experimentelles Fernsehprojekt der Mitglieder der Europäischen Rundfunkunion, Schweiz, Niederlande, Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Italien, vereint der Eurovision Song Contest heute über 40 Länder, darunter auch Australien und die Länder aus dem Mittelmeerraum. Neue Technologien haben aus dem Eurovision Song Contest einen globalen Wettbewerb etabliert, der jedes Jahr in über 140 Ländern live übertragen wird. Der Eurovision Song Contest versteht sich als eine unpolitische Veranstaltung. In den Regularien der Europäischen Rundfunkunion ist ausdrücklich niedergeschrieben, dass "Texte, Ansprachen und Gesten politischer Natur [...] während des Contests untersagt“ sind. Und dennoch gelingt es jedes Jahr aufs Neue aktuelle politische, kulturelle und gesellschaftliche Forderungen auf der Bühne zu artikulieren. 1974 brachte der portugiesische Beitrag die friedliche Revolution im Land ins Rollen. Die bosnische Band „Fazla“ reiste1 993 aus belagertem Sarajevo an und machte auf den Balkankrieg aufmerksam. Dana International aus Israel, die 1996 die erste offene queere Performance darlegte, ist ein weiteres Beispiel für die kritischen und dezidiert politischen Inhalte der Darbietungen. Das Gewinnerland als Gastgeber muss, wie z.B. im Falle von Aserbaidschan 2012 geschehen, auch mit einer kritischen Berichterstattung hinsichtlich der Menschenrechtssituation und Pressefreiheit rechnen.
Gleichzeitig nutzten viele Länder, unter anderem Estland oder Irland, diesen Wettbewerb um ihre internationale Reputation zu steigern. Eine Diskrepanz zwischen der gefeierten Vielfalt und Inklusion auf der Bühne und der tatsächlichen Realität bleibt in den meisten Fällen zurück. Gespaltet zwischen der anfänglichen Rolle einer unterhaltsamen Fernsehshow und der anvertrauten Rolle eines Seismographen der europäischen Geschichte nach 1956, bietet der Eurovision Song Contest einen einzigartigen „Laufsteg“ für die europäische Kulturpolitik. Mit diskursiven und künstlerischen Formaten möchten wir heute mit Ihnen und unseren internationalen Gästen die Geschichte und Gegenwart des Eurovison Song Contest erleben.

von: Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin

 
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