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Wohin mit dem Klimakiller CO2?

Sebastianstraße 21 10179 Berlin - zum Stadtplan
Freitag 07.08.2020 bis Samstag 08.08.2020 - Anfangszeit: 16:30 Uhr
Kategorie: Wissen live
Über die CO2-Entgiftung der Atmosphäre

Die Klimawende kommt langsam auch in Deutschland in Schwung. Ob wir insgesamt das Klimaziel erreichen, die Temperaturerhöhung auf 1,5 Grad zu begrenzen, ist jedoch nicht sicher. Unsicher ist auch, ob die Begrenzung auf 1,5 Grad ausreicht. Wir wollen in diesem Workshop nüchtern die Frage beleuchten: Kann ein Entzug des Treibhausgases CO2 als ergänzende Maßnahme helfen?

Im Klimaübereinkommen von Paris haben die Staaten der Welt max. 1,5 Grad Temperaturerhöhung als Zielmarge für alle gesetzt. Viele Industriestaaten steuern, mehr oder weniger energisch, um. Doch was die Erdüberhitzung und ihre negativen Folgen betrifft, befindet sich unsere Atmosphäre bereits in einem kritischen Zustand. Zu viel Treibhausgase sind in der Luft, allen voran das Abgas der Industrialisierung Kohlendioxid: 280 Parts-per-Million (Promille) war die CO2-Konzentration früher im 18. Jahrhundert, bei 415 Parts-per-Million steht sie heute. Die Konzentration muss schnell gesenkt werden.

Energiewende, Verkehrswende, Wärmewende sind unumgänglich.
Doch das allein wird kaum für ein menschenfreundliches Klima reichen. Wir müssen darüber hinaus beginnen, überschüssiges Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen. Manche Optionen beim Entzug von Kohlendioxid haben unerwünschte Nebenwirkungen. Doch wo ein Umsteuern Richtung Klimaneutralität ernsthaft in Angriff genommen wird, ist es an der Zeit, zu differenzieren.
Welche Methoden eigenen sich?

In diesem Wochenendworkshop...

...werden wir uns einen Überblick über die Größenordnungen der Klimakrise verschaffen

...werden wir uns die wichtigsten Methoden zum Kohlenstoffentzug aus der Atmosphäre ansehen, von Aufforstung über BioChar bis Techniken zum Kohlendioxid-Entzug

...werden wir uns der Frage widmen, wohin das überschüssige Kohlendioxid sicher verbracht werden kann, ohne wieder in die Atmosphäre zu gelangen

...werden wir uns die Debatte um Geoengineering erschließen und kritische Positionen kennenlernen und uns mit Argumenten und Darstellungsweisen beschäftigen

Es gibt viel fachlichen Input, wir werden uns Erkenntnisse aber auch selbst erarbeiten. Für Diskussionen ist Raum vorgesehen. Einige Expert*innen sowohl aus der Wissenschaft als auch aus der Praxis, sind zu Gast.

Workshopzeiten:
Fr. 16.30 bis 20 Uhr
Sa. 10 bis 16 Uhr

Mit:
Kirsten Krüger, B.Sc. Forstwirtschaft, arbeitet am PIK (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Sie macht ihren M.Sc. in Landnutzung, Klimamodellierung, Waldökosysteme.

Christoph Meyer ist Erwachsenenbildner, Schwerpunkt Klimapolitik, Energiewende, zivilgesellschaftliches Engagement.

Dr. Ing. Michael Trapp ist Chemiker und Biochemiker und war in der Industrie tätig. Seit 7 Jahren beschäftigt er sich mit Klimafolgen und Atmosphäre.

Kaj Fischer ist CarbonTech Unternehmer mit Fokus Negativ-Emissionen und aktiv im kommunalen Klimaschutz.

Achtung: Bitte nur mit hoher Verbindlichkeit zu diesem Workshop anmelden.
Wegen der Corona-Präventionsmaßnahmen ist die Teilnahme auf eine kleine Mindestteilnahmezahl begrenzt.
Wir sind aber darauf angewiesen, dass die angemeldeten Teilnehmer*innen auch wirklich kommen und teilnehmen. Wir legen Wert auf die verbindliche Teilnahme an beiden Tagen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Stiftungsverbundes der Heinrich-Böll-Stiftung statt.

von: BIW

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin

 
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