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Gedenksteine für Frida und Oda Schottmüller auf dem St. Matthäus-Kirchhof

Großgörschenstraße 12-14 10829 Berlin - zum Stadtplan
Sonntag 25.08.2019 - Anfangszeit: 15:00 Uhr
Kategorie: Special Sightseeing
Oda Schottmüller(1905-1943)hat nie ein Grab bekommen. Im Sommer 1942 wurde sie als Mitglied der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“zum Tode verurteilt und am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee von den Nazis ermordet.Oda Schottmüller hatte in Berlin Bildhauerei studiert. Ihre große Leidenschaft galt dem Tanz, darin ließ sie sich ebenfalls ausbilden. Im Maskentanz führte sie beide Berufsfelder eindrucksvoll zusammen und schuf eine eigene Tanzästhetik.
Frida Schottmüller (1872-1936)war die Tante von Oda Schottmüller, und nahm nach dem Tod des Vaters Oda im Alter von 14 Jahren bei sich in Berlin auf. Auch Frida Schottmüller hat eine für ihre Zeit bemerkenswerte und selbstbestimmte Biographie: Ab 1893 besuchte sie die Zeichenschule des Vereins der Berliner Künstlerinnen und die Königliche Kunstschule zu Berlin. Da es für Frauen bis ins Jahr 1908 nicht möglich war an einer preußischen Hochschule einen Abschluss zu erlangen, ging sie an die Universität Zürich. Anschließend wurde sie Mitarbeiterin von Wilhelm von Bode am Kaiser Friedrich-Museum in Berlin.
Das Grab von Frida Schottmüller auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof existiert nicht mehr. Genau dort, wo es sich befunden hat, werden nun die beiden Gedenksteine gesetzt.

Anschließend in der Kapelle: Vortrag von Frau Dr. Geertje Andresen
und Claudia von Gèlieu über die Biografien der beiden Frauen

von: Apostel

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin

 
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