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B. Traven auf den Bühnen des Ostens

Ackerstrasse 169 10115 Berlin - zum Stadtplan
Sonntag 23.02.2020 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Kleinkunst
Vortrag von Publizist Ralf G. Landmesser, Vorsitzender der Internationalen B. Traven Gesellschaft.

B. Traven, der geheimnisvollste Starautor des 20. Jahrhunderts, der immer an der Seite der Menschen auf der Schattenseite des Lebens stand und sich literarisch früher als alle anderen Autoren gegen Kolonialismus, Staatswillkür und Unterdrückung ausgesprochen hat, nannte sich in seinen jüngeren Jahren Ret Marut und war nachweislich ab 1907 Schauspieler. So gelangte er auch auf viele Bühnen des Ostens, bis nach Danzig, wo seine Tochter Irene geboren wurde. Mag sein, dass seine wirkliche Identität Otto Feige war, Metallarbeiter, geboren in Schwiebus (Swiebodzin) am 23. Februar 1882.
Berühmt wurde Marut aber erst 1925 als Autor der Büchergilde Gutenberg nach seiner Flucht nach Mexiko. Als steckbrieflich gesuchter Revolutionär der Münchener Räterepublik von 1918/19 musste er sich nämlich unsichtbar machen. Gleich mit seinen ersten beiden B.Traven-Romanen "Die Baumwollpflücker" über Lebensverhältnisse und Arbeitskampf der Cottonpickers und "Das Totenschiff" mit seinen totgeweihten Matrosen, Sans-Papiers in Menschenschinder-Maloche, deren Leben einem Schiffsversicherungsbetrug geopfert wird, gelang BT der Durchbruch zum Bestsellerautor des Arbeitermilieus und weit darüber hinaus. Kurt Tucholsky konnte es gar nicht abwarten, den nächsten BT-Roman zu lesen, von denen später fast alle verfilmt wurden. Am bekanntesten "Der Schatz der Sierra Madre" mit Humphrey Bogart (3 Oscars).
BT starb am 26. März 1969 in Mexico City, doch seine Bücher sind aktuell wie je und rühren weiter zum Widerstand auf gegen Schinderei, Muckertum und Autoritarismus....

von: Ursel

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