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Ausstellung | Sans frontières | Malerei von Manhal Issa und Nizar Sabour (Mo - Fr)

Askanischer Platz 4 10963 Berlin - zum Stadtplan
Montag 29.08.2022 bis Donnerstag 06.10.2022 - Anfangszeit: 13:00 Uhr
Kategorie: Museen
Geöffnet montags bis freitags 13 bis 18 Uhr

Die Takla Stiftung aus Bremen ist zu Gast in der Guardini Stiftung. Sie zeigt mit der Ausstellung „Sans frontières. Malerei von Manhal Issa und Nizar Sabour“ zum ersten Mal das Werk zweier bedeutender syrischer Künstler in Berlin. Die Ausstellung legt die gemeinsamen kulturellen Wurzeln frei und spürt gleichzeitig ihren zeitgenössischen Bildthemen nach.

Zwei Maler. Zwei Menschenleben. Der eine stammt aus Latakia, der andere aus Tartous, beides Städte in Syrien. Nizar Sabour und Manhal Issa begegneten sich 1995 an der Kunstakademie in Damaskus. Damals nahm der Jüngere, Issa, bei Sabour sein Studium der Malerei auf, bevor er im Jahr 2000 nach Paris ging, vielleicht für immer.
Beide sind Maler. Maler mit Leib und Seele, mit allen ihren Sinnen. Ihre Bilder sind unermüdliche Versuche einer Annäherung an das Wahrhafte, an das Wirkliche. Ihre Arbeiten sind nichts anderes als das Mittel der ewigen Suche, des Darüber-Hinaus.
Malen sans frontières.
Ohne Grenzen, ohne Begrenzungen, ohne Einschränkungen, ohne Kompromisse.
Der eine malt heute im Okzident, der andere weiter im Orient. Aber gemeinsam ist ihnen der höchste Anspruch an sich selbst, der gleichsam an die eigene Existenz geknüpft wird. Es ist eine Suche nach dem Woher und dem Wohin.
Sie malen das Blau ihres Himmels, die Erde und den Sand, die Städte und Menschen, das Aufblühen, Wachsen und Vergehen. Die Geburt und den Tod. Das Davor und das Danach.

Manhal Issa behauptet sich zwischen abstraktem Expressionismus und gestischer Darstellung und lässt sich von einer doppelten kulturellen Identität inspirieren. Entstanden aus einer inneren Obsession in der Auseinandersetzung mit seiner eigenen künstlerischen Identität und der der westlichen Moderne, sind Issas Bilder ein Fest der Farbe.
Nizar Sabour schöpft aus den Werten seiner eigenen Kultur, aus der Welt der Mythen und spätantiken christlichen Bildtradition, um diese in eine neue „alte“ Bildsprache zu überführen. Neben den Themen moderner Ikonen, der Auswanderung und des zerrissenen Syriens, ist es für Nizar Sabour die Idee der östlichen Stadt, die er in unzähligen Variationen von Bildern zu bauen versucht und im Zyklus „Städte an der Küste“ fortführt. Eine verträumte, unschuldige und friedliche Vision, archaisch und reduziert modern.

von: DoktorLöwe

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Bilder aus Berlin