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Des Teufels Heizer - Stephan Hähnel
Mittwoch 11.06.2025
- Anfangszeit: 18:00 Uhr
„Des Teufels Heizer“ ist für mich ein ganz, ganz großer Roman. ... Das Buch ist DIE Leseempfehlung für das Frühjahr. Cornelia Hüppe, Inhaberin der Krimibuchhandlung Miss Marple, die Krimiinstanz, bekannt aus Funk und Fernsehen.
„Der beste Berlin-Krimi, den ich bisher gelesen habe.“ – Wolfgang Büscher, Sprecher „Die Arche“ Kinderstiftung und Krimi-Fan
„...überaus spannende Geschichte.“ Der Tagesspiegel
Als Kommissar Horst Kräuming 1976 zum LKA in West-Berlin versetzt wird, ahnt er nicht, dass er geradewegs in den kompliziertesten Fall seiner Karriere hineinstolpert. Der angesehene Arzt Dr. Heinrich Sellmann wurde auf brutale Weise hingerichtet. Im Mund des Toten findet man gefälschte britische Pfundnoten aus dem 2. Weltkrieg. Als er erfährt, dass das Opfer der SS angehörte, folgt er der Spur der Vergangenheit. Mit Hilfe der Historikerin Dr. Andrea Grabes versucht er, das Rätsel um die Blüten zu lüften und weitere Morde zu verhindern. Die Spuren führen nicht nur nach Deutschland, sondern auch in die Schweiz und nach Kanada. Widerständen von Altnazis und Behörden zum Trotz enthüllt Kommissar Kräuming nach und nach eine packende Geschichte von Mord, Intrigen und nie gesühnter Schuld.
Um den Fall zu lösen, bedarf es der Aufklärung eines raffinierten Betruges am Ende des 2. Weltkrieges. Im Chaos der letzten Kriegstage versucht eine Gruppe von SS-Männern, Kisten mit Falschgeld der „Aktion Bernhard“ heimlich aus dem KZ Sachsenhausen zu schaffen. Es gelingt ihnen, aber auch sie werden betrogen. Dreißig Jahre später beginnt jemand, Jagd auf die ehemaligen SS-Männer zu machen.
Zum Hintergrund: Ausgangspunkt des Romans ist die tatsächliche Begegnung zweier sich vollkommen fremder Menschen am Ende der mörderischen Todesmärsche. Der SS-Hauptscharführer und die Hundeführerin begreifen in jenem Moment, als die Motoren der amerikanischen Panzer zu hören sind, sollte ihre Vergangenheit bekannt werden, wäre das ihr Ende. Beide sind sich ihrer Schuld bewusst. Beide wollen leben. Wäre es möglich? Ein Neuanfang? Mit einem fremden Menschen? Als Paar würden sie kaum auffallen. Gemeinsam ist man weniger verdächtig. Dank falscher Papiere können sie sich als Vertriebene ausgeben. Obwohl er als Kriegsverbrecher gesucht wird und sie für ihren Dienst in der Wachmannschaft des Frauen-KZ ebenfalls zur Rechenschaft gezogen werden könnte, gelingt es ihnen, durch die Maschen der Justiz zu schlüpfen und ein normales Leben zu führen. Eine Lebenslüge, die erst mit dem Tod des Vaters aufgedeckt wird.
Der Roman ist eine Verknüpfung aus wahrer Begebenheit und Fiktion. Er ist ein klassischer Ermittlungskrimi, der auch in der Vergangenheit nach der Wahrheit fahndet. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kommissar und der Historikerin prägt die Suche nach dem Motiv und jener Person, die Jagd auf die ehemaligen Betrüger macht. Das Buch stellt sich den Fragen nach Schuld, Verantwortung und Umgang mit dem schrecklichsten Kapitel deutscher Geschichte.
Es empfiehlt sich, jetzt schon Plätze zu sichern. Heinrich-von-Kleist-Bibliothek, Havemannstraße 17B, 12689 Berlin Tel.: (030) 93 39 380
von: SH_Prenz