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Politischer Salon Berlin - Das Reichsarbeitsministerium im Nationalsozialismus

Mansteinstr. 4 10783 Berlin - zum Stadtplan
Donnerstag 05.09.2019 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Wissen live
Heute Abend im Café Mantein4: Politischer Salon mit Bild-Vortrag:

„Endlich sprechen die Akten: Welche Rolle spielten Ministerien und Behörden im "Dritten Reich"?“ titelte im Januar 2017 der Berliner Tagesspiegel. Nachdem 2005 das Auswärtige Amt unter Joschka Fischer als erste Bundesbehörde die Aufarbeitung ihrer NS-Zeit in Auftrag gab - also rund 60 Jahre nach Ende der NS-Diktatur - haben rund zwanzig Bundesministerien und Bundesbehörden Historikerkommissionen zur Untersuchung der NS-Vergangenheit ihrer Vorläuferorganisationen und ihres Umgangs mit NS-Kontinuitäten in der Nachkriegszeit eingesetzt. In Ihrem Vortrag stellt Dr. Swantje Greve Aspekte der Forschungsarbeiten über
'Das Reichsarbeitsministerium im Nationalsozialismus' vor.

Aufgrund der begrenzten Anzahl der Plätze, wird um Anmeldung über Eventbrite gebeten !

Der Politische Salon Berlin befasst sich in einer Vortragsreihe mit Aspekten des Nationalsozialismus. An drei Abenden im September und Oktober werden in Vorträgen das Reichsarbeitsministerium, die Geschichte des Hauses des ehemaligen Dienstsitzes von Adolf Eichmann in Schöneberg und das Konstrukt der NS-Volksgemeinschaft beleuchtet.

Das Reichsarbeitsministerium im Nationalsozialismus
Vortrag mit Dr. Swantje Greve

Seit 2013 erforscht eine unabhängige Historikerkommission die Geschichte des Reichsarbeitsministeriums in den Jahren 1933 bis 1945. Zum Aufgabengebiet des Ministeriums zählten neben der Arbeits- und Sozialpolitik im Deutschen Reich auch die Organisation des Einsatzes von Millionen zivilen Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen sowie deren Rekrutierung während des Zweiten Weltkrieges. Im Anschluss an das Forschungsprojekt entstand die Ausstellung „Das Reichsarbeitsministerium 1933–1945: Beamte im Dienst des Nationalsozialismus”, die noch bis zum 8. Oktober 2019 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors zu sehen ist. Die Ausstellung stellt die Struktur des Ministeriums und einige leitende Mitarbeiter vor und geht dabei auch auf die Kontinuitäten vor 1933 und nach 1945 ein. Zudem erörtert sie anhand der Rentenversicherung und der Arbeitsmarktpolitik, wie die NS-Ideologie in die Arbeit des Ministeriums einfloss. Während des Krieges nahmen die staatlichen Eingriffe in die Arbeitsmarktpolitik massiv zu, da immer mehr deutsche Männer zur Wehrmacht eingezogen wurden. Nur durch den Einsatz der zivilen Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen gelang es, die deutsche Kriegswirtschaft aufrechtzuerhalten. In ihrem Vortrag erläutert Dr. Greve einzelne Aspekte der Ausstellung und des Forschungsprojekts.

Dr. Swantje Greve, Historikerin, von 2014-2018 Stipendiatin in der Unabhängigen Historikerkommission zur Aufarbeitung der Geschichte des Reichsarbeitsministeriums in der Zeit des Nationalsozialismus und Kuratorin der Ausstellung.

Bild: Pixabay Lizenz

von: Klaus Dieter

Bilder aus Berlin

 
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