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Hands Full of Air

Frankfurter Tor 1 10243 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: freier Eintritt, Mo – So 10 - 20 Uhr

Der Besuch der Ausstellung sowie Veranstaltungen finden unter strenger Beachtung der derzeit geltenden Hygiene- und Abstandsregeln statt.
Dienstag 10.11.2020 bis Mittwoch 01.12.2021 - Anfangszeit: 10:00 Uhr
Kategorie: Kunst
Wo enden die Ränder des Individuums und wo beginnen die der Gemeinschaft? Wie kann diese reflexive Beziehung genutzt werden, um Wissen und Techniken wiederzuerlangen, die den Korruptionen unterdrückender Systeme widerstehen und sie verändern können?

In "Hands Full of Air" erforscht Monilola Olayemi Ilupeju Verletzlichkeit und Intuition als Ausgangspunkt für eine Praxis der kollektiven Für/Sorge. Bezugnehmend auf den ephemeren Charakter eines "blanket forts", einer improvisierten ‚Festung' aus Stoffen, entsteht eine immersive Rauminstallation aus Bettlaken und Textilien, die ihre Freund:innen und Künstler:innen aus der ganzen Welt beisteuern. Jeder Stoff verkörpert einen affektiven Moment, eine Spur von Intimität oder eine Geste der Liebe. In diese gemeinschaftlich getragene Struktur verwebt Ilupeju ihre Videoarbeiten, Bilder, Stoffe und Objekte, in denen sie sich mit der Formierung des Selbst innerhalb gesellschaftlicher Konstruktionen von Sexualität, Geschichte und Repräsentation auseinandersetzt.

Die Installation stellt den Versuch dar, im ambivalenten Raum zwischen Entblößung und Isolation zu verweilen, um im Unbehagen der gemeinsamen Verletzbarkeit Anerkennung zu finden. Im Verschwimmen der Grenzen von Autor:innenschaft wird die Konstitution von Identität hinterfragt und Empathie als Form des Widerstands erprobt. Ilupejus subversive Form einer ‚Festung‘ zeigt auf, inwiefern kollektive Zerbrechlichkeit und Porosität Räume schaffen kann, in denen ein anderes Sehen und Zuhören möglich ist und sich Verwundbarkeit in Widerstandskraft und Selbstermächtigung verwandelt.

Mit Beiträgen von Sharmeen Anjum, Peter Basma-Lord, Anguezomo Mba Bikoro, Lu Rose Biltucci, Ellie Lizbeth Brown, Federica Bueti, Lucia Pedroso Cabrera, Olivia Chou with Ally Zhao, Binta Diaw, Nathan Storey Freeman, Bambi Glass, Danny Greenberg, Riya Hamid, Nile Harris, Samhita Kamisetty, Avantika Khanna, Byron Kim, Eleanor Kipping, Beverly „KöTA WALi“, Kelly Krugman, Cooper Lovano, Markues, Adam Milner, Emily Velez Nelms, Luiza Prado, Thomias Radin, Elliot Reed, Djibril Sall, Lorenzo Sandoval, Lili Somogyi und anderen.

kuratiert von Jorinde Splettstößer

Monilola Olayemi Ilupejuist eine transdisziplinäre nigerianisch-amerikanische Künstlerin, die in Berlin lebt und arbeitet. Ilupeju erwarb 2018 ihren Abschluss an der New York University, wo sie Studiokunst (Honors Studio) sowie Sozial- und Kulturanalyse studierte. In ihrer künstlerischen und multimedialen Praxis beschäftigt sie sich mit Entwicklungsprozessen von Sexualität im Zusammenhang mit Perversion, Intimität, Traumata, Körperbildern, sowie mit queeren und antikolonialen Methodologien. Sie interessiert sich für Praktiken der Improvisation und Intuition und der Wiederentdeckung des kindlichen Selbst. In ihrer künstlerischen Betrachtung der porösen Ränder und Risse konstruierter Realitäten eröffnet sie Räume, die einen Ort der Heilung, Befreiung und Regeneration bieten.

Widmung der Künstlerin
Diese Ausstellung ist meinem lieben Freund Byron Kim (1997-2020) gewidmet.
Meine Dankbarkeit ist unendlich, du bist immer in meinem Herzen.

VERMITTLUNG

Mi, 20.01. | 15 - 17 Uhr
Was ist ein sicherer Ort?
Workshop zur Ausstellung mit dem F3_kollektiv
in einfacher Sprache


Datum: tbc

von: GiT

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin