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Daniel Pitín: Sommerkino (Di - Sa)

Wilhelmstraße 44 10117 Berlin - zum Stadtplan
Donnerstag 27.01.2022 bis Samstag 26.03.2022 - Anfangszeit: 14:18 Uhr
Kategorie: Kunst
Daniel Pitín ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Maler in der Tschechischen Republik. Seine Einzelausstellung „Sommerkino“ zeigt eine Auswahl von Gemälden und ein Video, die sich mit dem Thema der Theater- und Filmszenografie als Analogie zur Realität der vollständigen Verflechtung von physischer und digitaler Realität beschäftigen. Kuratiert wird die Ausstellung vom Kurator und Kunsttheoretiker Jen Kratochvíl, Direktor der Kunsthalle Bratislava.

Pitín arbeitet seit langem mit der Sprache der Aneignung und Dekonstruktion von Filmmotiven und -figuren sowie mit der Adaption der Prinzipien des barocken Theaters als ultimativer Form der visuellen Illusion. Die auf Pitíns Leinwänden abgebildeten Kulissen und Akteure dienen mal als durchlässige Membranen, als Projektionsflächen, mal als Vorhangfalten, zwischen denen und hinter denen sich die eigentliche Handlung abspielt. Die Stangen, Seile und Kabel, die den Wandel der Szenografie steuern, können dann ein physisches Abbild des Internet-Netzwerks einer postfaktischen Realität sein, in der es nicht mehr offensichtlich ist, welche Elemente noch eine direkte Verbindung zur Realität haben und welche nur ein Simulakrum oder eine komplette Fiktion sind. Für Sommerkino verwandelt sich die Galerie des Tschechischen Zentrums in Berlin in eine solche Infrastruktur aus miteinander verbundenen Massen, Flächen, Strukturen und Organisationssystemen, zwischen denen sich die persönliche Subjektivität in einer allmählich gesteigerten Abstraktion buchstäblich auflöst.

Kurator: Jen Kratochvíl, Direktor der Kunsthalle Bratislava Ausstellungsarchitekt: Tomáš Džadoň Grafik: Jan Šiller

Daniel Pitín (*1977) ist ein bildender Künstler, der ursprünglich als Maler ausgebildet wurde, aber auch mit Collagen und Videoinstallationen arbeitet. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Prag bei Zbyněk Beran und Miloš Šejn. 2019 wurde sein Werk in einer Einzelausstellung in der renommierten Prager Galerie Rudolfinum präsentiert (A Paper Tower, kuratiert von Petr Nedoma). In Prag arbeitet er seit langem mit der Galerie hunt kastner zusammen. Er hatte auch eine Reihe von internationalen Präsentationen, z.B. in der Nicodim Gallery in Los Angeles, der Grimm Gallery in Amsterdam oder der Charim Gallery in Wien, mit der er ebenfalls seit langem zusammenarbeitet. 2009 gewann er den Preis für den besten Animationsfilm (Lost Architect, 2008) auf dem PAF-Festival für Animationsfilme in Olomouc. Im Jahr 2015 veröffentlichte der Hatje Cantz Verlag seine Monografie.

Dauer der Ausstellung: 28. 01. 2022 - 26. 03. 2022, Di – Sa 14:00 – 18:00

Vernissage: 27. 01. 2022, 19:30 in Anwesenheit des Künstlers und des Kurators

Nur nach vorheriger Anmeldung, mit 2G-Nachweis und FFP2-Maske

Begleitprogramm: 15. 02. 2022, 18:30 Führung durch die Ausstellung und Filmprojektion: Zpráva o záchraně mrtvého / Saving One Who Was Dead (CZ/SK 2021, OmeU, Regie: Václav Kadrnka)

von: berlin.czech.

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin