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Lieber Senat, bitte endlich den Abstand für Outdoor-Kultur wie Gefängnistheater, Freiluftkino etc. anpassen & so auch Existenzen, Steuergelder & Chance auf mehr Normalität retten! :-)

Berlin - Berlin
Sonntag 26.07.2020 bis Freitag 31.07.2020 - Anfangszeit: :00 Uhr

Waren neulich im (bezahlten) fantastischen Gefängnis-Freiluft-Theater im Natur-Kuturbiergarten Jungfernheide, aber alle Vorstellungen auch im August sofort ausverkauft, alldieweil nicht mal ein Viertel der Plätze besetzt werden darf, obwohl da problem- und gefahrenlos so viel mehr drin wäre(n) und das Projekt viel mehr Leute verdient hätte (ein TV-Beitrag rbb zibb aus dem weiten Rund zur Premiere hatte sich erfreulicherweise auch für die Freigabe zusätzlicher Plätze eingesetzt).

19 mal geringer sei die Ansteckungsgefahr draußen, sagt sogar der Chefvirologe. Seit vielen Wochen Szenarien von Menschenmassen an Stränden/Badeseen (auch weil auf fast leer runterkontingentierte Freibäder Tage im voraus 'ausverkauft' sind), auf zig Parallel-Demonstrationen (je bis 15.000 Teilnehmer), ... und kein (Super)Spreading ist draußen passiert, unbabhängig davon, was davon zu halten ist, ich machs ja selber auch nicht (s.u.). Infektionen hierzulande generell trotz Lockerungen (0,015 %, sicher auch dank Hygiene-Maßnahmen) und die Verläufe dann auch immer noch eher mild (Sterblichkeit hierzulande 0,35%, sicher auch dank unseres guten Gesundheitssystems. Risikogebiet-Rückkehrer sollten verpfichtend getestet werden und die Tests fairerweise selber zahlen!). 

Warum insgesamt betrachtet also die Arbeit und Existenzgrundlage von (draußen arbeitenden) Menschen und unsere Chance auf mehr Normalität einschränken bis zerstören, auch da, wo es so nicht nötig wäre, auch weil die Anbieter sich sowieso akribisch eher zu viel als zu wenig an die Hygienevorschriften halten (müssen) und alles ja auch noch beaufsichtigt passiert? 

Freiluftkinos und -theater-, OpenAir-Sitzkonzerte-Veranstalter etc. müssen wegen einer weit angesetzten Abstandsregel, die vielerorts mehr als offensichtlich & folgenfrei (s.o.) nicht eingehalten wird, weit unter ihren Einnahme-Möglichkeiten bleiben, und die Saison ist leider kurz. Daher: Mindestabstand bei Kultur verringern, sowieso sofort draußen, Österreich hat seit einer Weile den Abstand sogar auch drinnen auf 1 Meter reduziert. Aus dieser Maßnahme sind keine Schäden ableitbar. Drinnen könnte ja sogar zusätzlich auch noch auf Maskenpflicht gesetzt werden.

Dass in manchen Berliner und Bundesbehörden immer noch de-facto-Sonderurlaub mit voller Vergütung praktiziert wird und Bürgeranliegen sich über Monate verzögern, nur weil die Anfahrt in Öffentlichen oder Vor-Ort-Arbeit angeblich unzumutbar sei, ist nicht nur in meinen Augen unverhältnismäßig. Viele andere Menschen & nicht-staatlich subventionierte Kultur haben da keine so große Komfortzone. Und, nein, bin kein corona-leugnender Alu-Hut, verhalte mich weitgehend pandemisch-hygienisch korrekt (warum nicht Bußgelder für Maskenmuffel auch wirklich kassieren und an Berufsverbots-Opfer weitergeben?) aber bin eben ein großer Fan von 'selbständigen' Leistungen, Aufbruchs-statt-Angst-Denken & fairen Verhältnissen! :-) 

Lernen mit Viren zu leben und zu arbeiten anstatt däumchendrehend auf einen wirksamen Impfstoff warten, der vielleicht eh nie kommen wird! Auf innovative Lösungen, Forschung/Experimente wie Raumdesinfektion, sichere Alltagsmasken für alle etc. pp. setzen, auch im Hinblick auf spätere, vielleicht gefährlichere Viren mit höherer Mortalität.

von: Andrea

Bilder aus Berlin

 
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