Die Kultur besaß in der DDR einen hohen Stellenwert. Dies brachte ihr sowohl umfangreiche Förderung als auch viel politisch-ideologische Lenkung ein. Dabei erlebte die Kulturpolitik ganz unterschiedliche Phasen, die zwischen Tauwettern und Eiszeiten, zwischen Innovation und Repression wechselten.
Professor Gerd Dietrich, der an der Humboldt-Universität zu Berlin lehrte, benennt in seinem Vortrag die kulturpolitischen Leitmotive und Hauptakteure und zeichnet die Wandlungen, Widersprüche und Zäsuren in der SED-Kulturpolitik im Zeitraum von 1945 bis 1990 nach. Originaldokumente aus dem Bundesarchiv ergänzen die Veranstaltung. Damit soll das Besondere der Vortragsreihe – die Ergebnisse historischer Forschung direkt am Ort der archivischen Quellen vorzustellen – greifbar werden.
Nach dem Vortrag (etwa 45 min) ist Zeit für Fragen und Diskussion. Außerdem besteht vor der Veranstaltung die Möglichkeit, in einer einstündigen öffentlichen Führung die Liegenschaft, die Benutzungsmöglichkeiten und den professionellen Umgang mit historischen Quellen im Bundesarchiv kennenzulernen (Beginn: 16:45 Uhr).