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Was du nicht siehst – Fünf Blinde FotografInnen - AUSSTELLUNG in der Galerie KungerKiez

Karl-Kunger-Str. 15 12435 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Öffnungszeit: Do-So 15-19 Uhr
und nach Vereinbarung: 0178 659 38 50
Samstag 10.03.2018 bis Samstag 31.03.2018 - Anfangszeit: 15:00 Uhr
Kategorie: Kunst
Susanne Emmermann - Mary Hartwig - Silja Korn - Andreas Krüger - Gerald Pirner

10.-31. März 2018, Do-So 15-19 Uhr
und nach Vereinbarung: 0178-6593850

Bestandteil der Ausstellung ist ein temporäres Lightpaintingstudio, das es Ihnen ermöglicht mitzuerleben, wie die Blinden FotografInnen arbeiten. Es bietet Ihnen aber auch die Gelegenheit, sich von einer Blinden FotografIn portraitieren zu lassen.

Fototermine jeweils Samstags und Sonntags um 15 Uhr
Führungen nach Vereinbarung in der Galerie oder unter: 0174/ 4723740

Die beharrliche Beschäftigung mit der Fotografie, die Entwicklung der für Blinde Fotografen nötigen bzw fruchtbaren Vorgehensweisen und Techniken, vor allem die Ausbildung von sehenden Assistenten, die ihnen die Bilder vom Entwurfsstadium bis zum endgültigen Werk minutiös beschreiben, sowie die Entwicklung einer ausgetüftelten Technik des “Lightpaintings", die es ihnen erlaubt, das Motiv vor der Kamera weitgehend zu kontrollieren, verhalfen ihnen zur Entwicklung individueller künstlerischer Handschriften und zu Bildern, die nur sie machen können.

Die Gruppe dokumentiert jeden Arbeitsschritt und macht alle Verfahren transparent, so dass klar wird, dass die Bilder der Blinden Fotografen tatsächlich weder Schwindel noch das Werk ihrer sehenden Assistenten sind. Je deutlicher sich die Handschriften ausprägen, desto klarer wird auch, dass sie nicht von den wechselnden Assistenten stammen. Das Team ist wichtig, Fotografie von Blinden ist Teamwork, aber der blinde Fotograf, die blinde Fotografin ist das kreative Zentrum.

Jeder Fotograf braucht eine Vorstellung, eine Vision von dem Bild, das er machen möchte. Wenn ihm diese Vorstellung fehlt, kann er nur aufs Geratewohl drauflos knipsen – und auf den Zufall hoffen. Daher gibt es so viele schlechte Fotos. Blinde Fotografen hingegen kultivieren diese innere Vision und realisieren sie mit einem Apparat, zu dem nur eben etwas mehr gehört als die Kamera selbst.

Foto: Gerald Pirner: Der Schatten des Atems

von: Rotkehlchen

Bilder aus Berlin

 
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