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Acker-Talk: Die Weide und das liebe Vieh

Blankenfelder Chaussee 5 13159 Berlin - zum Stadtplan
Donnerstag 17.05.2018 - Anfangszeit: 18:00 Uhr
Kategorie: Wissen live
Nicht die Kuh gefährdet das Weltklima, sondern die industrialisierte Landwirtschaft! Kuh, Schaf, Yak und Büffel sind prädestiniert zur Nutzung derjenigen Böden, die nicht beackert aber durch Beweidung vor Erosion geschützt werden können. In Symbiose mit den Mikroorganismen in ihren Pansen können sie Weidefutter zu Milch und Fleisch umwandeln. Stattdessen werden sie mit Kraftfutter aus Mais, Soja und Getreide zu Nahrungskonkurrenten der Menschen gemacht. Aber Milch und Fleisch aus der Intensivproduktion sind nur scheinbar billig. Die Rechnung kommt später, denn durch die synthetische Düngung der großen Monokulturen Mais und Sojabohnen gehen die höchsten Emissionen in Form von Lachgas aus. Lachgas ist nach Stand des Wissens heute 295-mal klimaschädlicher als CO₂. Zudem verdrängen Monokulturen die biologische Vielfalt, die CO₂-Speicher wie Grünland und (Regen-)Wald sowie die Flächen für den Nahrungsmittelanbau für den Menschen.

Auch wenn „Kühe Methan rülpsen“, welches 25-mal klimaschädlicher als Kohledioxid ist, sind Rinder unverzichtbar für die Welternährung, denn die grasende Kuh steigert die Bodenfruchtbarkeit und begrenzt den Klimawandel. Je dichter und dauerhafter der Boden bewachsen ist, desto mehr Humus entsteht und desto mehr Kohlenstoff wird gebunden. »Jede Tonne Kohlenstoff im Boden entlastet die Atmosphäre um 3,67 Tonnen CO₂. In nachhaltiger Weidehaltung haben Wiederkäuer das Potenzial, Kohlenstoff als Humus im Boden zu speichern und tragen so zur Multifunktionalität des Boden-Pflanze-Tier-Komplexes in der nachhaltigen Landwirtschaft bei.

Anita Idl ist u. a. Mit-Autorin des UN-Weltagrarberichts und arbeitet als Projektmanagerin und Beraterin im Bereich nachhaltige Landwirtschaft, Ökologisierung der Tierzucht, Agrobiodiversität und Tierseuchenmanagement. In ihrem provokanten Buch gab sie der Diskussion um die Klimaschädlichkeit der Rinderhaltung eine ganz entscheidende Wende. Sie schärft den Blick für den Zusammenhang von Haltungsform und Klima-Emissionen und kommt zu dem Schluss: „Die Kuh ist kein Klima-Killer“. Als Teil einer weltweit verbreiteten Agrarkultur, erhält die Kuh artenreichen bäuerliche Kulturlandschaften und ihrer kulinarischen Produkte und verdient unseren Respekt und Wertschätzung. Anmeldung unter carla@2000m2.eu

von: Weltacker

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