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Ausstellung >Grabenblicke

Bärenzwinger Im Köllnischen Park 10179 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Di.-So. 12-18 Uhr
Freitag 13.07.2018 bis Sonntag 19.08.2018 - Anfangszeit: 12:00 Uhr
Kategorie: Kunst
›Grabenblicke‹
mit Arbeiten von Alex Lebus, Katharina Bévand, Marten Schech und Lawrence Power
kuratiert von Sebastian Häger und Julia Heunemann

Eröffnung am Donnerstag, 12.07.2018 um 19 Uhr

Ausstellung: 13.07.2018 - 19.08.2018
Dienstag - Sonntag, 12 - 18 Uhr
Eintritt frei

DE

Anhand der räumlichen Infrastruktur im Bärenzwinger und um ihn herum erkundet die Ausstellung ›Grabenblicke‹ ortsspezifische Blickdispositive und deren Effekte auf die Verhältnisse von Identität und Alterität.

Der Blick in die Außengehege muss einen Zaun, eine Hecke, eine Mauer, Metallzähne, Gräben und eine hölzerne Absperrung überwinden. Hinter diesen begrenzenden Elementen trifft er auf sich selbst: Die bearbeiteten Spiegel der raumgreifenden Installation von Alex Lebus irritieren die architektonische Zuweisung von Subjekt- und Objektbeziehungen und verunsichern den Ort der Betrachter*innen.
Im Gehege gegenüber trifft der Blick auf ein Haus, dessen Kontext, Funktion und Herkunft im Unklaren bleibt, ein Haus das seltsam deplatziert wirkt: In der Arbeit von Marten Schech wird das künstliche, ehemals für die Bären eingerichtete Habitat samt der dort platzierten Findlinge zur Bühne und Bausubstanz.

Das Innere des Bärenzwingers blieb den Blicken der Öffentlichkeit lange versperrt. Im Vorraum greift Lawrence Power die zum Teil obsolet gewordenen zweckmäßigen Infrastrukturen mit malerischen Mitteln auf. Seine subtilen Eingriffe und Erweiterungen der vorfindlichen Elemente vervielfältigen die Oberflächen und erklären den Raum selbst zur Leinwand. Die Soundinstallation von Katharina Bévand vermisst schließlich die Architektur des abgedunkelten Zwingerraums und dessen sich gegenüberliegende Hohlräume mit auditiven Mitteln. Ihre Sounds werden reflektiert von Mauern, Decken und Käfiggittern – und durchdringen diese segregierenden Architekturen zugleich.

EN

Reflecting the spacial infrastructure in and around the Bärenzwinger, the exhibition ›Grabenblicke‹ explores site-specific dispositives of gaze and their effects on the relationships between identity and alterity.

The view into the outdoor enclosures must clear a fence, a hedge, a wall, metal shark-tooth spikes, trenches and a wooden barrier. Behind these confining architectural elements the view eventually encounters itself: by means of modified mirrors, the expansive installation by Alex Lebus disrupts the architectural assignment of subject and object relations and unsettles the viewers’ position. In the opposite enclosure the gaze falls upon a house, whose context, function and origin remains unclear, and that seems strangely out of place. With his work, Marten Schech transforms the artificial habitat once set up for the bears, including the boulders placed around the site, into both a stage and building material.

The interior of the Bärenzwinger was long kept out of public view. In the anteroom, Lawrence Power unlocks the functional infrastructures already partly obsolete, lending pictorial expression. By duplicating and extending the present elements, he interprets the space itself as a canvas. Via auditory means, Katharina Bévand‘s sound installation ultimately surveys the architecture of the darkened Zwinger space and the cavities located opposite. Its sounds reflect from walls, ceilings and security grates – penetrating the segregating architectures at the same time.

Weitere Informationen zur Ausstellung und den Künstler*innen:
https://www.baerenzwinger.berlin/Programm/Grabenblicke/

http://www.alexlebus.com/
http://martenschech.tumblr.com/
https://www.lawrencepower.com/
https://katharinabevand.com/
https://www.inm-berlin.de/en/konzertkalender/21504/itinerant_interlude_22

Das zweijährige Ausstellungsprogramm im Bärenzwinger gliedert sich in drei thematische Schwerpunkte. Der erste mit dem Titel ›Spuren des Animalischen‹ befasste sich mit der spürbaren Absenz / Präsenz der Bären. Der aktuelle zweite Schwerpunkt fokussiert ›Architekturen der Segregation‹, die sowohl die Innen- als auch die Außenräume des Bärenzwingers durchziehen. Unter dem Titel ›Projektionen der Ununterscheidbarkeit‹ entwickelt der dritte kuratorische Programmpunkt schließlich Ideen für Perspektiven und zukünftige Szenarien des Bärenzwingers.​

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Spartenoffene Förderung und den Fonds für Ausstellungsvergütungen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. itinerant interludes wird kuratiert von Laurie Schwartz und gefördert von der initiative neue musik.

von: Baerenzwinger

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin

 
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