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DESCRIPTION:Im Rahmen des aktuellen Caruso Festivals 'Caruso sings again!' 
 welches noch bis zum 25.2.2018 in den Projekträumen Kronenboden\, uqbar und 
 COPYRIGHTberlin zu sehen ist\, findet am Mittwoch\, den 21.2.2018 um 18:00
  Uhr folgender Talk statt:UND DIE STIMME SINGT WEITER: CARUSO ALS SIGNAL. 
 Halbwissenschaftliche Gedanken zur grammophonen Aufnahmesituationvon und m
 it Prof. Dr. Wolfgang ErnstDie 'Aufnahme' wird im doppelten Sinne verstand
 en: einmal die Produktion phonographischer Aufzeichnungen\, sodann aber au
 ch die Situation\, in welche Menschen gestellt werden\, die körperlose Stimme
 n vernehmen.Historisch wird Carusos Gesang in der Vergangenheit kontextual
 isiert\; das Gehör aber ist von der Präsenz einer Stimme affiziert\, wenn sie n
 ach einem Jahrhundert aus einem Grammophon ertönt. Diese 'musikalische Situat
 ion' (Günther Stern) ist radikal ahistorisch und wird vielmehr von Gnaden der S
 peichermedien zeitversetzt wieder-holbar.. Auch der Hund Nipper unterschie
 d angesichts von 'His Master's Voice' von Grammophon nicht zwischen dessen
  Leben oder Tod.Die Stimme als Signal wird damit zugleich als etwas Unmens
 chliches\, 'seelenlos' erfahren (das antike Sirenen-Motiv)\; für Sigmund Freud 
 ist die Psyche ein Apparat. Entgegen der hermeneutischen Fixierung auf die
  'historische' Figur hinter der Stimme namens Enrico Caruso schenkt Medien
 archäologie (als Methode und als Technologie) auch den Tonträgern selbst ihr G
 ehör. Diesseits der biographischen Phantasien wird die Stimme als Signal anal
 ysiert \; aktuelle Spektrographie erinnert an die Vorgeschichte des Edison
 -Phonographen selbst (Scotts Phonautographen). Der phänomenologischen Beglückung 
 durch Carusos Stimme (Thomas Mann's 'Fülle des Wohllauts') wird das eiskalte te
 chnomathematische Ohr beiseite gestellt. Am Ende stehen die künstlichen Stimmen
 \, die kein Mensch mehr hervorbringt.Über Wolfgang Ernst:Wolfgang Ernst ist
  seit 2003 Ordentlicher Professor für Medientheorien an der Humboldt Universität 
 zu Berlin.Akademisches Studium der Geschichte\, Lateinischen Philologie\, 
 Theorie und Didaktik der Geschichte\, teilweise Klassische Archäologie in Köln 
 und Bochum. Er war nach seiner Promotion zum Historiker zunächst Forschungss
 tipendiat am Deutschen Historischen Institut in Rom\, dann am Forschungssc
 hwerpunkt Literatur in Berlin\, und von 1995-1999 wissenschaftlicherMitarb
 eiter für 'Theorie und Archäologie der Medien im Kunstkontext' an der Kunsthochsc
 hule für Medien in Köln.Verschiedene Gastprofessuren: 'Geschichte und Theorie künstlich
 er Welten' an der Bauhaus-Universität Weimar\; 'Theorie\, Geschichte und Ästh
 etik der Medien' an der Ruhr-Universität Bochum\; 'Medienwissenschaft' an de
 r Universität Paderborn sowie 'Ästhetik und Geschichte der Medien' an der Hum
 boldt-Universität zu Berlin\; dort Habilitation mit einer venia legendi für Kultu
 r- und Medienwissenschaft.Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Medienarchäologie
  als Methode techniknaher Medienanalyse\; Speichertheorie\; kulturelle Über
 tragungstechniken\; Ästhetik und Theorie der zeitbasierten und -kritischen\
 , besonders der sonischen Medien Deutschsprachige Monographien u. a.: Das 
 Gesetz des Gedächtnisses. Medien und Archive am Ende (des 20. Jahrhunderts)\
 ,Berlin 2007\; ferner die beiden komplementären Bände: Chronopoetik. Zeitweise
 n und Zeitgaben technischer Medien\; Gleichursprünglichkeit. Zeitwesen und Zeit
 gegebenheit technischer Medien (Berlin 2012)\; Signale aus der Vergangenhe
 it.Eine kleine Geschichtskritik (München 2013)\; Im Medium erklingt die Zeit. T
 echnologische Tempor(e)alitäten und das Sonische als ihre privilegierte Erke
 nntnisform (Berlin 2015)\; Herausgeber (mit Johannes Maibaum) von: Horst V
 ölz\, Speichertheorie. Ausgewählte Schriften (demnächst)Monographien in English: 
 Digital Memory and the Archive (Minneapolis 2013)\; Chronopoetics. The tem
 poral being and operativity of technological media (London / New York 2016
 )\; Sonic Time Machines. Explicit Sound\, Sirenic Voices and Implicit Soni
 city in Terms of Media Knowledge (Amsterdam 2016)\n\nViel Spass wünscht Gratis-
 in-Berlin\n\nLink zum Tip: \nZu den Gratis-in-Berlin Angeboten: http://www
 .gratis-in-berlin.de\n
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SUMMARY:UND DIE STIMME SINGT WEITER: CARUSO ALS SIGNAL. 
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