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DESCRIPTION:Erstaunlich: Das Manifest der 'Glücklichen Arbeitslosen' scheint heu
 te\, nach einem Jahrzehnt\, fast vergessen. Gerichtet gegen die zeitgenössisc
 hen Formen der protestantischen Arbeitsethik\, verteidigte das Manifest Le
 bensformen\, die sich der Unterwerfung unter entfremdete Arbeit verweigern
 \, ohne die Maske des verzweifelten\, unter seiner Ausgegrenzung leidenend
 en Erwerbslosen aufsetzen zu müssen. Aber: Gibt es überhaupt glückliche Arbeitslose? Die 
 Studie 'Wie uns die Arbeitslosigkeit unter die Haut geht' von Benedikt Rog
 ge ist die vielleicht bedeutendste Untersuchung zu den individuellen Umgan
 gsweisen mit der Erfahrung von Erwerbslosigkeit in Deutschland. Unter den 
 Stichworten 'Umstellung des Selbst'\, 'Befreiung des Selbst'\, 'Kampf um d
 as Selbst'\, 'Verfall des Selbst' und 'Transformation des Selbst' findet e
 r fünf verschiedene Grundformen für die persönlichen Reaktionen auf ein Leben ohne Erwe
 rbsarbeit. Die Studie wird vorgestellt und unter der Fragestellung diskuti
 ert\, was ihre Ergebnisse für eine zeitgemäße emanzipatorische Politik der Arbeit
 \, der Arbeitszeit und der 'Befreiung von Arbeit' bedeuten könnten. Denn in d
 en letzten 10 Jahren haben Zeitarbeit\, befristete und Teilzeitbeschäftigung
 en sowie Stress und psychischen Belastung massiv zugenommen.Vortrag und Di
 skussion mit Dr. Wolfgang LenkDie Veranstaltung ist kostenfrei.Eine Anmeld
 ung ist nicht nötig.Infos im Bildungswerk: Birgit Guth\, guth@bildungswerk-bo
 ell.deDie Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche 
 Klassenlotterie Berlin. Was will die Reihe 'Das Unbehagen in der Kultur de
 s Spätkapitalismus'?Sigmund Freud führte das Unbehagen in der Kultur auf einen an
 thropologischen Konflikt zwischen den menschlichen Triebstrukturen und den
  Verhaltenszumutungen sozialer Ordnungen zurück. Doch sein berühmtes Buch\, das 1930
  erschien\, war auch ein Dokument der genauen Beobachtung seiner Zeit. Im 
 damaligen Europa zeichneten sich bereits deutlich die Gefahren von Krieg\,
  weiteren Diktaturen und folgebereiten\, nach Autorität und Unterwerfung dürstend
 en Massen ab. Ist unsere heutige Situation davon gänzlich oder zum Teil unte
 rschieden? Und wenn ja: wie? Freud hat drei Quellen des Leidens unterschie
 den\, aus denen dem menschlichen Lustprinzip durch die jeweilige Kultur (i
 m weiteren Sinne von Zivilisation und Herrschaft) Einschränkungen drohen: 1.
  der eigene Körper\, der von Alterung und Krankheiten geschwächt wird\, 2. die 
 ?Außenwelt' der Gesellschaftsordnung\, einschließlich Ökonomie\, Politik und 
 Krieg\, 3. die Beziehungen zu anderen Menschen (im weiteren Sinne von Priv
 atheit und Vergemeinschaftung). Freud begreift die Krise einer ?Kultur' al
 s historische Konstellation\, in der die Sublimierungen\, von der jede Kul
 tur lebt\, nicht ausreichend reproduziert werden. Feindbilder und Aggressi
 onen werden dann manifest.Sicher haben die von Freud theoretisch entwickel
 ten Spannungen zwischen menschlichem Begehren\, Selbstbildern und sozialen
  Ordnungen heute eine veränderte historische Gestalt angenommen - und sie we
 rden im Rahmen des philosophischen und humanwissenschaftlichen Diskurses i
 nzwischen auch mit sehr unterschiedlichen ? ja konkurrierenden - Theorieko
 nzepten beschrieben.Die Vortragsreihe geht zwar von Freuds Erkenntnismotiv
  aus (woher speist sich das Unbehagen in der Kultur?)\, wendet sich aber k
 lugen und wichtigen Positionen im gegenwärtigen Diskurs zu\, und greift das 
 gewachsene Aufklärungsinteresse auf\, das in der Gesellschaft existiert. So 
 geht es bei der Veranstaltung im Kern um die Vermittlung von solidem Wisse
 n zu relevanten Diagnosen unserer Zeit in der Form von einführenden Vorträgen mit
  anschließender Diskussion.Dabei geht es nicht vorrangig um das ökonomisch Off
 ensichtliche\, sondern um das kulturdiagnostisch weniger Deutliche: Strukt
 uren und Lebenswelten unserer ?Kultur'\, die u.a. mit sozial geprägten Emoti
 onen\, demokratischen Werten\, ausdifferenzierten Lebensformen verknüpft sind.D
 ie gegenwärtige kulturelle Symptomatologie des Spätkapitalismus bietet eine Me
 nge Rohstoff für die drei Freudschen Quellen des Unbehagens und deren öffentlicher
  Diskursivierung in unserer Zeit. Medienkulturen erzeugen täglich neue Bilde
 r und Konzepte des Körpers\, der Gesellschaft und unserer Lebensformen.(Quell
 e: Internetseite)\n\nViel Spass wünscht Gratis-in-Berlin\n\nLink zum Tip: \nZu 
 den Gratis-in-Berlin Angeboten: http://www.gratis-in-berlin.de\n
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SUMMARY:'Wie uns die Arbeitslosigkeit unter die Haut geht' Reihe 'Das Unbeh
 agen in der Kultur des Spätkapitalismus
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