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DESCRIPTION:Die Stadt Jerusalem ist politisch und religiös so umkämpft wie keine
  andere Stadt. Sie ist das Herz des Nahostkonflikts und ihre Zukunft ein z
 entraler Streitpunkt zwischen Israelis undPalästinenserInnen - auch aufgrund
  der immensen religiösen Relevanz der 'heiligen Stadt' für Juden\, Christen und Mu
 slime gleichermaßen. Nach dem sogenannten Sechstagekrieg 1967\, in welchem 
 die israelische Armee den arabischen Ostteil der Stadt von Jordanien erobe
 rte\, 'vereinte' die israelische Regierung Jerusalem nach eigener Lesart. 
 Aus palästinensischer Perspektive trennte Israel mit der Annexion der Stadt 
 Ostjerusalem Schritt für Schritt vom umgebenden palästinensischen Westjordanland 
 ab.Jerusalem heute\, 50 Jahre nach der umstrittenen Wiedervereinigung der 
 Stadt durch Israel\, ist noch immer eine geteilte Stadt: die Konfliktlinie
 n zwischen Israelis und PalästinenserInnen\, Säkularen und Religiösen\, Arm und R
 eich durchziehen sichtbar und unsichtbar die Stadt.Der Vortrag widmet sich
  dem Thema der Urbanität aus der Perspektive von Infrastruktur. Das Wort 'In
 fra' bezeichnet das Drunterliegende\, das Unsichtbare. Zusammen mit dem Wo
 rt 'Strukturen' steht es für das Zusammenwirken von sozialen Prozessen und Tech
 nologien\, die gesellschaftliche Abläufe und Routinen erst möglich machen. Infr
 astruktur\, so soll in diesem Vortrag deutlich werden\, ist jedoch weit da
 von entfernt\, unsichtbar zu sein. Infrastrukturen sind sichtbar wirksam: 
 ihre Anwesenheit polarisiert - ebenso ihre Abwesenheit. Sie verbinden und 
 trennen und sind aus urbanen Räumen nicht mehr wegzudenken. In einer Stadt w
 ie Jerusalem kommt Infrastruktur eine besondere Bedeutung zu: Urbane Infra
 struktur wie die jüngst gebaute Straßenbahn\, Busnetze und neue Autobahnen verbi
 nden politisch umstrittenes Territorium. Die territoriale Kontinuität\, die 
 dabei geschaffen wird\, wird von palästinensischer Seite stark angefochten. 
 Damit wird Infrastruktur in Jerusalem nicht selten zum Schauplatz von vers
 chiedenen Formen von Widerstand und kann somit als Aushandlungsplatz polit
 ischer Forderungen verstanden werden.Der Vortrag geht auf ausgewählte Infras
 trukturen in Jerusalem ein und beleuchtet deren Bedeutung für die politischen u
 nd sozialen Aushandlungen in der Stadt. Am Beispiel der neu gebauten Straße
 nbahn wird der Vortrag verständlich und anschaulich in die aktuelle urbane S
 ituation in Jerusalem einführen.Veranstaltungsort: Bildungswerk Berlin der Hein
 rich-Böll-Stiftung \; Sebastianstr. 21\, 10179 Berlin.Kooperationspartner: Al
 sharq e.V.Referentin: Amina Nolte (International Graduate Centre for the S
 tudy of Culture\, Justus Liebig Universität Gießen\; Alsharq e.V.)Datum: 14.1
 1.2017 \; 19:00-22:00 UhrDie Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung D
 eutsche Klassenlotterie Berlin realisiert.\n\nViel Spass wünscht Gratis-in-Berl
 in\n\nLink zum Tip: \nZu den Gratis-in-Berlin Angeboten: http://www.gratis
 -in-berlin.de\n
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SUMMARY:Jerusalem aus der Perspektive von Infrastruktur
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