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DESCRIPTION:Inigo Bocken im Gespräch mit Bazon Brock ? im Rahmen der Reihe ?D
 ie Wirkung des Sakralen im Säkularen?Der 29. Mai 1453 ist das 9/11 des 15. J
 ahrhundert. An diesem Tag eroberten die Osmanen nach langer Belagerung Kon
 stantinopel. Viele Gelehrte mussten sich ins Exil begeben und es kam zum U
 ntergang des Byzantinischen Reichs. Auf der Schwelle zwischen Mittelalter 
 und Neuzeit erlitt das Europäische Christentum ein Trauma\, das bis heute se
 ine Spuren hinterlassen hat. Nicolaus von Kues ? Cusanus (1401-1464) ? hat
  als Philosoph und päpstlicher Botschafter in Personalunion versucht\, auf d
 ie Herausforderung des Islams eine intellektuelle Antwort zu formulieren. 
 Seine Lösung: Er schlug vor\, dass die Muslime ihren radikalen Monotheismus i
 m Sinne der Trinität\, also der Dreieinigkeit von Gott\, uminterpretieren so
 llten\, da er sonst Gefahr liefe abstrakt und autoritär zu werden.Bazon Broc
 k zufolge ist das Schema der Trinität heute überall zu finden\, da es grundsätzlich
  für alle Beziehungsformen der Menschen auf der Welt gilt: Es gibt die Menschen
  und das\, was sie als Welt ansprechen oder als Gott oder als Geld. Wenn M
 enschen die Götter adressieren\, dann ist das Entscheidende die mögliche Verbind
 ung zwischen beiden. Also bezeichnet der Heilige Geist der Trinität stets di
 e Vermittlung zwischen Menschen und ihren Adressaten. Andere Namen für solche V
 ermittlerqualitäten sind der Glaube\, die Hoffnung\, die Liebe oder das Medi
 um Geld\, das für alle Medien steht.Wenn nun das Individuum im Sinne Luthers al
 s verwirklichtes Bild Gottes aufgefasst wird\, bedeutet dies gleichermaßen\
 , dass es keiner institutionellen Vermittlung mehr bedarf\, um eben jenen 
 Gott zu adressieren. Damit ist der wesentliche Schritt unternommen\, um da
 s Trinitätsschema im säkularen Bereich geltend zu machen ? wenn auch in andere
 r Form als es die herkömmliche Fassung aus dem Jahr 325 n. Chr. (Konzil von N
 icäa) gebot. Denn spätestens mit Luthers Umdeutung des Trinitätsbegriffs wird di
 e vermittelnde Fürsprache durch einen Priester obsolet: Der Mensch stellt nun s
 elbst eine Entität dar\, die auf eine andere Entität ? nämlich Gott ? durch Gebe
 t oder Anrufung bezogen ist. Diese Bezugnahme wird durch den Heiligen Geis
 t gestiftet\; er bildet die dritte Entität\, durch die der Mensch und Gott v
 erbunden sind.Entgegen dem Vorwurf der Moslems\, dass dies ein Verstoß gege
 n das monotheistische Prinzip sei\, wird zu zeigen sein\, dass es einen Go
 tt nur in der Trinität geben kann. Ohne die Möglichkeit der Anrufung könnte keine 
 Orientierung auf ihn als Erlöser stattfinden\, sodass die Bezugnahme durch de
 n Heiligen Geist das göttliche Prinzip überhaupt erst sichert.Zur Person:Inigo Boc
 ken ist Inhaber der Stiftungsprofessur für Philosophie\, insbesondere der Sozia
 lphilosophie am Institut für Philosophie der Cusanus Hochschule\, Associated Pr
 ofessor für Kultur- und Religionstheorie an der Fakultät für Philosophie\, Theologie u
 nd Religionswissenschaften der Radboud Universität Nijmegen und wissenschaft
 licher Direktor des Titus Brandsma Instituts Nijmegen (NL).Zur Reihe:?Die 
 Einheit von Glauben und Wissen? und ?Die Wirkung des Sakralen im Säkularen? 
 sind die beiden Hauptthemen der Denkerei für das Jahr 2018 ? mit Vorträgen von Ul
 rike Eichler zum Opferbegriff (20.03.18)\, Richard Faber zur Theokratie (2
 1.03.18)\, Sigrid Weigel zur politischen Theologie (19.06.18)\, Georg Bert
 ram &amp\; Inigo Bocken zu Hegels Text ?Glauben und Wissen? (voraussichtli
 ch September 2018) u.a.\n\nViel Spass wünscht Gratis-in-Berlin\n\nLink zum Tip:
  \nZu den Gratis-in-Berlin Angeboten: http://www.gratis-in-berlin.de\n
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SUMMARY:Trinität und Monotheismus ? Christentum und Islam
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