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DESCRIPTION:Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Ort | Reinb
 eckhallen\, Lounge (Eingang via Ausstellungshalle) Der »dritte Weg« ? Illusi
 on oder verpasste Chance? Als 1989 für einen kurzen Moment alles möglich wurde\, e
 ntwickelten engagierte Bürger*innen und Expert*innen Ideen für die Gesellschaft der 
 Zukunft. Welche ökonomischen Konzepte wurden hierfür verhandelt? Zur gleichen Zeit
  standen ostdeutsche Bürger*innen auf individueller Ebene vor »handfesten« wirtsc
 haftlichen Problemen. Betriebsschließungen und Massenentlassungen\, die Dei
 ndustrialisierung ganzer Regionen prägten Umbruch und Transformationszeit für vie
 le Menschen und wirken teilweise bis heute nach. Wie verlief die Transform
 ation von Planwirtschaft zu Marktwirtschaft und die Privatisierung des Vol
 kseigentums? Welche Alternativen wurden damals diskutiert und wie können sie 
 heute bewertet werden? Wie steht es 2019\, 30 Jahre nach dem Mauerfall\, u
 m die aktuell viel diskutierte Aufarbeitung der Treuhand?Im Kontext des Um
 bruchs 1989/90 bezeichnete der »dritte Weg« eine Alternative zur DDR wie zur
  BRD. Heute taucht der Begriff auch in Zusammenhang mit alternativen Gesel
 lschaft- und Wirtschaftskonzepten wie solidarische Ökonomie\, Gemeinwohl- o
 der Postwachstumsökonomie auf.Wie aktuell ist die Frage nach »dritten Wegen« ? 
 ganz konkret zum Beispiel mit Bezug auf die momentan hitzig geführte Debatte um
  den Berliner Wohnungsmarkt und Mieterinitiativen? Damals wie heute sind e
 s engagierte Aktivist*innen\, die sich nach dem »bottom up«-Prinzip organisi
 eren\, vernetzen und Alternativen aufzeigen. Viele empfinden auch heute ei
 ne Art Scheidewegsituation\, die neue Lösungen erfordert. Wie unabhängig sind »d
 ritte Wege« von ideologischer Vereinnahmung? In zwei Veranstaltungen (05.06
 . und 07.06.) wird das Thema Ökonomie und Wirtschaft in Ostdeutschland disk
 utiert und auf seine Aktualität hin überprüft. Im Sinne eines »Forums« sind alle Interes
 sierten herzlich eingeladen teilzunehmen\, zuzuhören\, Fragen zu stellen und 
 selbst beizutragen. Die Veranstaltungen sind Teil der Reihe forum 89/90+\,
  die sich mit den innovativen und emanzipatorischen Potenzialen der Umbruc
 hszeit in Ostdeutschland 89/90+ beschäftigt. Das Gesamtprogramm mit allen Da
 ten finden Sie unter diesem Link:&nbsp\;http://tiny.cc/forum8990 Gesprächspa
 rtner: Helmut Höge | Westberliner Schriftsteller &amp\; Betriebsaktivist 89/9
 0+ geboren 1947\, arbeitete er zunächst als Übersetzer und Tierpfleger für den ind
 ischen Großtierhändler und Besitzer des Bremer Zoos George Munro\, studierte 
 dann Sozialwissenschaften in Berlin und Bremen\, und verdingte sich anschl
 ießend auf diversen Bauernhöfen in Westdeutschland als landwirtschaftlicher Be
 triebshelfer ? zuletzt nach dem Mauerfall in einer ostdeutschen LPG. Als e
 iner ihrer Begründer unterstützte und begleitete er dann die ostdeutsche Betriebsrätei
 nitiative bei ihren Versuchen\, sich gegen die Treuhand zu verteidigen und
  gab in diesem Kontext u.a. zwischen 1991 und 1993 das Informationsblatt »O
 stwind« heraus. Helmut Höge ist seit 1971 journalistisch tätig\, darunter u.a. s
 eit 40 Jahren als Autor\, Gärtner und »Aushilfshausmeister« für die taz. Er ist Aut
 or zahlreicher Essays\, Kolumnen\, Reportagen und Bücher\, die ungewöhnliche und h
 umorvolle mikroskopische Perspektiven auf Themen wie Wirtschaft\, Alltagsk
 ultur oder auch Tiere werfen\, so zuletzt der Sammelband »Die lustige Tierw
 elt und ihre ernste Erforschung« (2018). Auch seine ökonomischen Feldstudien\,
  die aus seiner Beschäftigung mit ostdeutschen Betrieben wie z.B. Narva oder
  dem Werk für Fernsehelektronik in der Zeit des Umbruchs entstanden sind\, publ
 izierte er z.B. in Form des Bandes »Berliner Ökonomie. Prols und Contras« (19
 96). Stephan Schillhaneck-Demke | Aktivist 89/90+\, Betriebsrat WF Obersch
 öneweide &amp\; Gewerkschafter Jahrgang 1959\, war von 1978 bis 1992 im Werk 
 für Fensehelektronik (WF) in Oberschöneweide tätig. Seit 1989 engagierte er sich in 
 der Abteilungs- und Betriebsgewerkschaftsleitung\, ab 1990 im Betriebsrat\
 , im Bündnis Kritische Gewerkschafter*innen Ost/West und in der IG Metall. Dane
 ben war er Redakteur der Zeitung »Der Betriebsrat« des WF und des »Ostwind«\, 
 der Zeitung ostdeutscher Betriebsräte\, sowie der IG Metall Jugend Monatshef
 te. Stephan Schillhaneck-Demke engagiert sich seit vielen Jahren außerdem i
 n vielen gemeinnützigen und selbstorganisierten Initiativen und arbeitete seit 
 1994 als Betreuer\, Erzieher und Heilpädagoge. Parallel ist er in zahlreiche
 n Betriebsräten im Bereich soziale Arbeit aktiv. Moderation | Sophie Schulz 
 Das Format Erzählsalon rückt die individuelle Lebensgeschichte und persönliche Persp
 ektiven in den Fokus. Auch das Publikum ist eingeladen\, eigene Geschichte
 n und Erfahrungen zu teilen.\n\nViel Spass wünscht Gratis-in-Berlin\n\nLink zum
  Tip: \nZu den Gratis-in-Berlin Angeboten: http://www.gratis-in-berlin.de
 \n
DTSTART;VALUE=DATE:20190607
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SUMMARY:Biografischer Abendsalon: »Der zweite Blick auf den dritten Weg«. Ökon
 omie und Wirtschaftskonzepte in Ostdeutschland 89/90+
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