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DESCRIPTION:Ein Gespräch zwischen Autor*in und Künstler*in Ju Bavyka und der Kurat
 orin der Sammlungen aus Nordafrika\, West- und Zentralasien\, Dr. Melanie 
 Krebs.Bis zum späten 19. Jahrhundert definierte sich Identität im mehrsprachig
 en Zentralasien nicht durch Konzepte von Nationalität. Die Sowjetunion gründete z
 unächst Nationen\, um sie dann zu vereinen. Kunsthandwerk ? Teppiche\, Stick
 ereien\, Keramik\, Kleidung ? wurden neu benannten Nationen zugewiesen\, a
 uf Messen ausgestellt und gefeiert\, solange sie mit Staatsprogrammen im E
 inklang waren.Ju Bavyka\, Autor*in\, Künstler*in und 2026 CoMuse-Fellow im Humb
 oldt Forum\, lebt in Australien und ist in Kasachstan geboren. Ausgehend v
 on der eigenen queeren Erfahrung blickt Bavyka auf Objekte der Zentralasie
 nsammlung\, die sich der nationalen und künstlerischen Einordnung entziehen.Bav
 yka stellt Ergebnisse aus der Sammlungsforschung vor und verweist auf die 
 Jurte (ein traditionelles Zelt zentral- und nordasiatischer Gesellschaften
 ) als Verkörperung eines Wunsches nomadisch\, sich nicht-niederlassend zu leb
 en ? dem Klima und verfügbaren Ressourcen folgend. Jurten sind für viele Gesellschaf
 ten und Ethnien geteiltes Erbe und werden weiterhin genutzt ? sie sind Str
 ukturen im Wandel und Orte der Suche.?Meine Vorfahr*innen waren nomadisch\
 , natürlich bin ich trans?\, stand neulich auf dem Plakat eines Mitglieds des B
 erliner Kollektivs Slaystans bei einem Pride March. Bavyka möchte die lebendi
 ge zentral- und nordasiatische queere Community in Berlin als Inspiration 
 für dieses Fellowship würdigen. Dessen Mitglieder hinterfragen Ausgrenzung und erfin
 den neue Lebensformen\, wobei sie sich traditionelle Symbole und Kunsthand
 werk wieder aneignen.BeteiligteJu Bavyka ist Autor*in und visuelle*r Künstler*i
 n\, geboren in Petropavlosk\, Kasachstan\, und lebt auf Gadigal-Land in Sy
 dney\, Australien. Seine*ihre Arbeit umfasst Text\, Installationen\, Zeich
 nungen und Vermittlung und erforscht Migration\, Queerness\, Arbeit und st
 rukturelle Ausgrenzung. Essays\, Poesie\, und kreative Sachtexte sind ersc
 hienen in un Magazine\, Runway Conversations\, Liminal\, und InterAlia. Ba
 vyka hat 2025 das Peter Blazey Fellowship erhalten und ist 2026 CoMuse-Fel
 low am Humboldt Forum Berlin. Aktuell arbeitet Bavyka an seinem*ihrem erst
 en Buch.Melanie Krebs ist seit 2022 Kuratorin für die Sammlungen aus Nordafrika
 \, West- und Zentralasien am Ethnologischen Museum. Ihre Forschungsinteres
 sen sind zivilgesellschaftliche Entwicklungen und Urban Culture in Zentral
 asien und im Kaukasus seit 1991 sowie Kunsthandwerk als Träger von Identität.C
 oMuse ? Das Kollaborative Museum ist eine Initiative des Ethnologischen Mu
 seums und des Museums für Asiatische Kunst\, die darauf abzielt\, gemeinsam mul
 tiperspektivische Ansätze zur sammlungsbasierten Forschung zu entwickeln und
  neue Formate für kollaborative Prozesse zu erproben\, um die Dekolonisierung u
 nd Diversifizierung der Museumspraxis nachhaltig zu intensivieren.Das CoMu
 se-Fellowship-Programm wird unterstützt vom Künstlerhaus Bethanien\, das ein Atelier
  zur künstlerischen und wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung stellt.Ju Bavyka 
 war zwischen April und Mai 2026\, CoMuse Fellow am Ethnologischen Museum u
 nd dem Museum für Asiatische Kunst.- kostenfrei- Dauer: 60 min- ab 12 Jahre- Sp
 rache: Deutsch- Ort:Mechanische Arena im Foyer- Teil von: Gästezimmer\n\nVie
 l Spass wünscht Gratis-in-Berlin\n\nLink zum Tip: \nZu den Gratis-in-Berlin Ang
 eboten: http://www.gratis-in-berlin.de\n
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SUMMARY:Nomadische Existenz: Queere Präsenz und unsichere Zufluchten
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