BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Gratis-in-Berlin//NONSGML kigkonsult.se iCalcreator 2.14//
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:Gratis-in-Berlin Tip Kalender
X-WR-CALDESC:Erhalte Gratis-in-Berlin Tips in deinem Kalender
BEGIN:VEVENT
UID:20260707T125127UTC-1666aXpupz@Gratis-in-Berlin
DTSTAMP:20260707T125127Z
DESCRIPTION:Brasilien erlebte mit der Militärdiktatur (1964?1985) eine der läng
 sten autoritären Phasen Lateinamerikas. Das gewaltsame Verschwindenlassen wa
 r in dieser Zeit ein zentrales Instrument staatlicher Repression gegen pol
 itische Gegner:innen. Trotz späterer Aufarbeitung bleiben viele Fälle ungeklärt 
 und zahlreiche Schicksale undokumentiert. Auch nach dem Ende der Diktatur 
 ist das Verschwindenlassen in Brasilien Teil einer andauernden Realität. Tägli
 ch werden landesweit über 200 Fälle registriert\, besonders stark betroffen ist d
 ie Region Rio de Janeiro. Häufig stehen Verflechtungen zwischen organisierte
 m Verbrechen und staatlichen Strukturen hinter den Taten. Besonders häufig b
 etroffen sind junge afro-brasilianische Männer. Doch was bedeutet es\, wenn 
 Menschen einfach verschwinden und Familien oft jahrelang keine Gewissheit 
 über das Schicksal ihrer Angehörigen haben? Wer sind die dahinter stehenden Gewalt
 akteure?Gemeinsam mit unseren Gästen wollen wir die Gewaltverhältnisse beleuch
 ten\, sie in die brasilianische politische Gegenwart einordnen und auch di
 e Realität der Hinterbliebenen betrachten: ihre Kämpfe\, ihre Strategien und d
 en Umgang mit Verlust.Auf dem Podium wird José Cláudio Souza Alves\, Professur
  für Soziologie an der UFFRJ (Seropédica/Rio de Janeiro) sprechen. Er beschäftigt s
 ich bereits seit den 1990er Jahren mit Gewaltverhältnissen in der Metropolre
 gion Rio de Janeiro und ist Teil eines zivilgesellschaftlichen Netzwerks\,
  das politische Forderungen formuliert und Unterstützung für Hinterbliebene organisi
 ert.Als weiterer Referent wird Stefan Ofteringer teilnehmen. Er arbeitet s
 eit rund 20 Jahren für das Hilfswerk Misereor als Berater für Menschenrechte in Late
 inamerika mit besonderem Schwerpunkt auf Brasilien. In dieser Funktion beg
 leitet er Partnerorganisationen vor Ort und unterstützt ihre Menschenrechtsarbe
 it sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.Moderation: Da
 niella Gaub (Mitglied im Arbeitskreis Internationale Politik und Politisch
 e Theorie des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung) und Prof. Dr. 
 Jan Simon Hutta (Kulturgeograph an der Universität Hamburg mit den Schwerpun
 kten gewaltsames Verschwindenlassen\, Erinnerungspolitik und den räumlichen 
 Auswirkungen von Gewalt in Brasilien).Die Veranstaltung wird in deutscher 
 Lautsprache stattfinden.Datum27. Juli 2026\, 19:00 - 21:30 UhrVeranstaltun
 gsort:Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-StiftungOlivaer Platz 16\, 10707 
 Berlin\, 4. OG.Die Räumlichkeiten des Bildungswerks sind leider nur bedingt 
 für Rollstuhlfahrer*innen nutzbar: Es gibt einen Aufzug (mit den Maßen 125 cm x 
 70 cm). Allerdings besteht eine Kante von knapp 5 cm\, um in die Räumlichkei
 ten zu gelangen. Es gibt leider keine barrierefreien Toiletten. Wir entsch
 uldigen uns für diese Umstände.Die Veranstaltung wird von der Berliner Landeszent
 rale für politische Bildung gefördert.\n\nViel Spass wünscht Gratis-in-Berlin\n\nLink z
 um Tip: \nZu den Gratis-in-Berlin Angeboten: http://www.gratis-in-berlin.d
 e\n
DTSTART;VALUE=DATE:20260727
DTEND;VALUE=DATE:20260728
SUMMARY:Der lange Schatten der Gewalt
END:VEVENT
END:VCALENDAR
