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DESCRIPTION:Die Geschichte deutscher Museen ist eine Geschichte kolonialer 
 Verflechtungen. Dies gilt nicht nur für die ehemaligen deutschen Kolonien in Af
 rika oder im Pazifik\, sondern auch für China.Während des sogenannten ?Boxerkrieg
 s? (1900?1901) beteiligte sich das Deutsche Kaiserreich an der internation
 alen Militärintervention gegen die antiimperialistische Yihetuan-Bewegung un
 d entsendete rund 20.000 Soldaten nach China. Im Verlauf des Krieges gelan
 gten unzählige Kunst- und Kulturgüter aus privaten\, öffentlichen und kaiserlichen B
 eständen nach Deutschland ? vielfach als Folge von gewaltsamen Aneignungen u
 nd Plünderungen.125 Jahre nach der Unterzeichnung des sogenannten ?Boxerprotoko
 lls?\, das den Krieg 1901 unter den Bedingungen der ausländischen Mächte beend
 ete\, rückt dieses Kapitel der deutsch-chinesischen Geschichte erneut in den Bl
 ick. Die Erforschung der Herkunft der damals geplünderten Objekte eröffnet neue Pe
 rspektiven auf die Entstehung unserer Sammlungen und macht sichtbar\, wie 
 eng Museen mit globalen historischen Entwicklungen und kolonialen Machtver
 hältnissen verbunden sind.Provenienzforschung trägt dazu bei\, die koloniale V
 ergangenheit Deutschlands in China wissenschaftlich aufzuarbeiten und ihre
  Auswirkungen bis in die Gegenwart nachzuvollziehen. Sie schafft Transpare
 nz über die Wege von Objekten in unsere Sammlungen und bildet eine wichtige Gru
 ndlage für den Austausch mit chinesischen Partner*innen.Seit 2022 haben sieben 
 deutsche Museen\, darunter das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatisc
 he Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin\, gemeinsam mit dem Palastmuseum
  in Peking ihre Sammlungsbestände auf Objekte aus dem Kontext des ?Boxerkrie
 gs? untersucht. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage\, wie sich Kul
 turgüter identifizieren lassen\, die während des Krieges nach Deutschland gelangt
 en\, und wie ihre Geschichte heute aufgearbeitet werden kann. Aus dieser Z
 usammenarbeit ist der Research Guide ?Tracing Loot from the Boxer War in C
 hina? entstanden. Er bietet Museen und Sammlungen einen praxisnahen Einsti
 eg in die Provenienzforschung zu Beständen aus dem Kontext des sogenannten ?
 Boxerkriegs?.Im Gespräch mit den beteiligten Museen\, Wissenschaftler:innen 
 und dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste wird dieser Research Guide am 
 25. September erstmalig in Deutschland vorgestellt. Die Provenienzforscher
 in und Projektleiterin Christine Howald spricht mit Jan Hüsgen\, Thoralf Klein 
 und am Projekt beteiligten Kurator*innen über Forschungsansätze\, zentrale Erkenn
 tnisse und die Herausforderungen der Erforschung von Plündergut aus dem ?Boxerk
 rieg? ? nicht nur in musealen Sammlungen. Denn die koloniale Geschichte de
 s ?Boxerkriegs? begegnet uns nicht allein in Museen\, sondern ebenso in pr
 ivaten Sammlungen\, Familiennachlässen und Alltagsobjekten ? und ist damit T
 eil einer gemeinsamen Geschichte\, deren Aufarbeitung uns alle angeht.- ko
 stenfrei- Sprache: Deutsch- Ort: Mechanische Arena im Foyer- Teil von: SPÄT
 I\n\nViel Spass wünscht Gratis-in-Berlin\n\nLink zum Tip: \nZu den Gratis-in-Be
 rlin Angeboten: http://www.gratis-in-berlin.de\n
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SUMMARY:Auf den Spuren des 'Boxerkrieges' im Museum. Eine Anleitung zur Pro
 venienzforschung
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