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DESCRIPTION:Ausgangspunkt der Tagung ist die aktuelle Konjunktur der gestal
 terischen und künstlerischen Forschung\, die durch ihre bisweilen unkonventione
 llen Arbeitsweisen und ihr ?kreatives? Verständnis von Methoden sowohl in et
 ablierten Wissenschaftsfeldern als auch in hochschulpolitischer Hinsicht f
 ür Unruhe und Kritik gesorgt hat. Dabei spielen in den Methodendiskussionen die
 ser neuen Forschungszweige Metaphern der Unordnung\, der Unschärfe\, des Cha
 os sowie der Nicht-Linearität eine zentrale Rolle. Zum einen sollen damit be
 stimmte Charakteristika (und Mythen) kreativer Produktionsprozesse akzentu
 iert werden\, zum andern schließen diese Debatten aber auch an eine Traditi
 on wissenschaftlicher Methodologien des 20. Jahrhunderts an\, in denen die
  unordentlichen oder unregelmäßigen Prozesse der Forschung sowie deren Schni
 ttstellen zu gestalterischen Praktiken thematisiert wurden. So finden sich
  schon Anfang des 20. Jh. etwa bei Fleck oder Bachelard entsprechende Besc
 hreibungen der wissenschaftlichen Praxis\, die dann vor allem in der zweit
 en Hälfte des 20. Jh. durch Ansätze wie »Anything goes« (Feyerabend)\, »Bricolage
 « (Lévi-Strauss\, Derrida)\, »Parasiten« und »Gemenge« (Serres\, Latour) oder »Pol
 itics of mess« (Law) fortgesetzt wurden. Ihnen gemeinsam ist die Überzeugung
 \, dass Elemente des Unordentlichen in Forschungsprozessen weder Sekundärphäno
 mene darstellen\, noch zu vermeiden oder durch\nszientifische Hygienemaßnah
 men sofort wieder zu beseitigen sind. Ihr Vorkommen wird vielmehr als kons
 titutiv angenommen\, sodass in jedem Fall mit einem Forschungsgeschehen zu
  rechnen ist\, in dem sich Phasen ganz unterschiedlicher Ordnungsgrade in 
 einem unvorhersehbaren und ergebnisoffenen Verlauf ereignen.\n&nbsp\;\nDie
  Tagung nimmt sich vor\, diese Diskussionen\, die in jüngerer Zeit bereits von 
 der Wissenschaftsforschung und der Historischen Epistemologie angestoßen wu
 rden\, aufzugreifen und mit kritischem Blick auf gestalterische und künstlerisc
 he Forschungspraktiken zu intensivieren. Ihre Absicht ist es\, aus der Kon
 frontation von Ordnung vs. Unordnung auszubrechen und stereotype Dichotomi
 en von Kunst und Wissenschaft zu umgehen\, um&nbsp\;\nstattdessen flexible
 \, angepasste und wechselhafte Beschreibungsmöglichkeiten des Forschens frei 
 zu geben.\n\nViel Spass wünscht Gratis-in-Berlin\n\nLink zum Tip: \nZu den Grat
 is-in-Berlin Angeboten: http://www.gratis-in-berlin.de\n
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SUMMARY:WILD THING: unordentliche Prozesse in Design und Wissenschaft // in
 ternationale Tagung
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