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DESCRIPTION:PALIMPSEST - FLECK - PUNKTAufzeichnungen zur Zeitlichkeit von C
 arlfriedrich Claus\, Lara Faroqhi\, Corinne Laroche\, Malte Spohr und Mich
 a UllmanLara Faroqhi\, Corinne Laroche und Malte Spohr zeichnen sich durch
  ihre strukturhaften und analytischen Bildkonzepte aus\, die Zeitlichkeit 
 in unterschiedlicher Weise seismographisch in ihren Blättern niederschreiben
 . Die Schichtungen von Linien der Spohrschen Aufzeichnungen visualisieren 
 die Zeit wie die Jahresringe der Bäume. Auch bei Faroqhi schreibt sich in je
 des Blatt der künstlerische Prozess ein\, eine Schicht überlagert palimpsesthaft die
  nächste\, wie ein Raster legt sie erste flächenfüllende Ordnungen von Formen eines
  Mikrokosmos an\, um sie im nachhinein wieder zu durchbrechen. Die Künstler erk
 unden Raum\, konkreten und imaginären\, durch Formen\, die ihren Ursprung in
  der Geometrie oder im Organischen haben\, sind also mathematisch-logische
 n Ursprungs oder entstanden im natürlichen Wachsen. Durch Wiederholungen\, Zufäll
 e und Überlappungen werden die Strukturen miteinander verwebt\, unterbroche
 n und mehrlagig aufgetragen. Es entstehen Zeichnungen im Sinne einer Spure
 nsetzung auf Papier\, die befreit sind von der Funktion der Abbildung eine
 s außerhalb ihrer selbst existierenden und wiedererkennbaren Gegenstandes.C
 orinne Laroches zeichnerische Experimente zur Ausbreitung von Farbe in Abh
 ängigkeit von der Zeit auf Löschpapier reichen von mehrfachen Durchzeichnungen 
 bis hin zu seriellen Reihungen. Gleichzeitigkeit versus Chronologie. Dageg
 en schreibt sich in die Zeichnungen Tisch von Micha Ullman die Zeit auf ei
 ne ganz bezaubernde Weise wie von selbst ein. Die Blätter zu dieser Folge en
 tstanden in einer vom Künstler eigens entwickelten Technik\, mit Aquarellfarbe 
 auf Papier\, nass in nass. Allmählich auftrocknend hinterlassen reale Gegens
 tände - Gläser\, Geschirr\, Besteck -\, die auf dem Papier liegen\, ihre Abdrücke w
 ie Spuren\, Leerstellen. In der Ullmanschen Übersetzung gelesen: die Anwese
 nheit der Abwesenheit. Als historischer Rückblick wird Carlfriedrich Claus\, ei
 n Solitär der Aufzeichnung des 20. Jahrhunderts\, gezeigt. Claus verstand wi
 e kaum ein anderer sein gesamtes künstlerisches Arbeiten als fortwährendes Experi
 mentieren. Er entwickelte ausgehend von einer visuellen Poesie mittels Auf
 zeichnung und Überschreibung seine Sprachblätter und Denklandschaften\, in de
 nen er wissenschaftliche\, linguistische\, psychologische und aktuell poli
 tische Fragen reflektierte\, zu einem Gedankenuniversum zusammenfügte und in ei
 ne einzigartige ästhetische Form brachte - der Palimpsest als Aufzeichnungs-
  und Denkentwurf zum Akkumulieren von Weltwissen.\n\nViel Spass wünscht Gratis-
 in-Berlin\n\nLink zum Tip: https://www.gratis-in-berlin.de/kalender/item/2
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 ww.gratis-in-berlin.de\n
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