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DESCRIPTION:Mit Norman Junge\, Evdokia Michailidou und Bazon Brock?...Ich s
 pielte einen Schlachtenmaler.Der ständige Konflikt meiner Identität und dieAng
 st vor Enttarnung ließen mich Bleistift und Pinselimmer fester halten...? N
 orman Junge\, geb. 1938\, (Vor-)Kriegskind\, einstiger Wehrpass-Inhaber\, 
 Bildhauer absurder und archaisch wirkender wie wirkungsvoller Plastiken\, 
 mehrfach national und international ausgezeichneter Kinderbuchillustrator 
 gab sich im Jahr 1986 als Historienmaler aus.Er bewarb sich 1984 aufgrund 
 seiner musischen Eigenschaft beim Bundesverteidigungsministerium\, um teil
 nehmen zu können an dem europaweiten NATO-Manöver Cold Fire im Herbst 1986\, ein
 e Heeresübung vom Nordkap bis nach Sizilien: abertausende Soldaten und ein Schl
 achtenmaler\, zugewiesen dem Abschnitt Fränkischer Schild im Frankenland. Be
 werbungsmaterial waren Gemälde ? abstrakte Malerei auf schwarzem Hintergrund
  ? deren sonderbare Motive keinen Bilderstreit\, vielmehr Krieg im Univers
 um zeigen: bizarr\, wüst\, technoid.Die Acrylfarben\, die Junge neben Bleistift
  und Tusche malend benutzte\, so erklärte er während einer Feldmahlzeit seinem
  Begleitoffizier\, seien hitzebeständig\, getestet auf achthundert Grad Cels
 ius\, kurzum ohne Atomblitz kriegstauglich: eine Eulenspiegelei.Die darste
 llenden Zeichnungen\, die im Manöver entstanden\, haben vielmals Kriegsgeräte i
 m Visier: Phantomjäger im Tiefflug\, immer wieder Panzer\, Radarschirme etc.
  Zwischen Detonationen und ohrenbetäubendem Ortsbeschuss\, Flussüberquerungen und
  Schützengräben\, Panzerfäusten und unheimlicher Ruhe vor dem Sturm schmuggelte Nor
 man Junge Bilder aus dem militärischen Sperrbezirk aufs Papier.Während diverse
 r Angriffe verflogen einige der Zeichnungen\, zerfetzt vom Rotorblatt eine
 s Helikopters\; andere\, vom heftigen Wind aufgewirbelt\, fielen ins Wasse
 r. Motive verschwammen: Zerstörung pur\, unwiederbringliche Wirklichkeit.Das 
 Manöver Cold Fire dauerte vom 18. bis zum 26. September 1986. Die während des M
 anövers entstandenen Bilder strahlte der Monitor/ARD in einem gekürzten Beitrag un
 ter dem sinnigen Produktionsnamen Telekomander aus: Pinsel\, Panzer und Pa
 tronen.Weitere Zeichnungen schuf Norman Junge lange Zeit nach dem Manöver\, e
 twa von 2000 bis 2008. Sie sind sarkastisch wie ironisch Ausdruck einer währ
 enden Auseinandersetzung mit dem leidvollen Thema Krieg und seiner nichtsn
 utzigen Ästhetik.Junge\, der dreijährig seinen Vater im Krieg verlor\, erklärt 
 nicht den Krieg mit dem Krieg\, sondern den Krieg ? Friede auf verlorenem 
 Posten ? mit seiner Kunst: Flugzeuge mit Totenköpfen\, eine Torte als Panzert
 urm\, Triumphbögen aus Knochen\, ein Fadenkreuz\, explosiv\, Krücken\, die sich pe
 rsonenlos auf irgendeinen Weg machen\, Hügel aus Skeletten und Schrott\, Panzer
  mit Raketenkreuz\, erfundenes Kriegsgerät als Affront gegen Hochrüstung und Unme
 nschlichkeit ? gezeichneter Aberwitz einer todbringenden Kriegsmaschinerie
 .Aus: J. Rönneper/N.Junge\, ICH WAR DER MALER KLECKSEL\, Köln\, 1991\; J. Rönneper/
 N.Junge\, COLD FIRE ? EIN MALERMANÖVER (im Druck)\n\nViel Spass wünscht Gratis-i
 n-Berlin\n\nLink zum Tip: \nZu den Gratis-in-Berlin Angeboten: http://www.
 gratis-in-berlin.de\n
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SUMMARY:Malermanöver ? Von einem\, der auszog\, das Schlachten zu malen
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