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DESCRIPTION:Sozialer Brennpunkt\, Hipster-Viertel\, Melting Pot\, Altes Wes
 tberlin ? der Wedding ist ein Abbild der Welt\, aber in Miniatur. Menschen
  unterschiedlichster sozialer und kultureller Milieus treffen hier aufeina
 nder. Sie alle geben dem Stadtteil seinen eigentümlichen Charakter und machen i
 hn zu einem Ort gelebter Vielfalt und Gegensätze. Und dabei heißt es doch imm
 er\, dass das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft\, Mili
 eus und Religionen hierzulande erst noch erprobt werden muss. In Wedding f
 indet all das längst statt\, und so lassen sich am Beispiel des Stadtteils i
 m Nordwesten von Berlin die großen gesellschaftlichen Themen Deutschlands u
 nd Europas erörtern. Etwa um Migration und Integration\, Gentrifizierung bzw.
  den Wettbewerb um Wohnraum\, um den demografischen Wandel und das wachsen
 de Arm-Reich-Gefälle ? also um die Kernfrage\, wie wir in Zukunft miteinande
 r leben wollen.Von diesen Phänomenen\, Menschen und Räumen erzählen die Arbeiten
  aus 16 Fotoserien\, die in Zusammenarbeit mit der Journalistin Julia Boek
  und dem Art Director Axel Völcker vom Büro Redaktion &amp\; Gestaltung und der in
 ternational renommierten Fotografenagentur Ostkreuz und anderen Fotografen
  im letzten Jahr entstanden sind.Realisierten Julia Boek und Axel Völcker in 
 der Vergangenheit erfolgreich das deutschlandweit einzige Magazin für Alltagsku
 ltur »Der Wedding«\,das sich mit den Geschichten und Sensationen des Großstad
 talltags beschäftigt\, nähern sie sich dem Stadtteil nun erstmalig auf eine re
 in fotografische Erzählweise an. Fotografisch wie publizistisch treten sie d
 amit in die Tradition eines der bedeutendsten Fotokünstler der Nachkriegszeit\,
  so fotografierte Michael Schmidt im Auftrag des Bezirksamtes Wedding von 
 1976 bis 1978 seine mittlerweile berühmten Straßenansichten und Porträts in Weddin
 g. Der aktuelle 200 Seiten starke Bildband »Berlin-Wedding ? Das Fotobuch« e
 rscheint zur Finissage der Ausstellung.Gewonnen haben Boek und Völcker 16 Fot
 ografen*innen\, die der in Weißensee ansässigen Ostkreuz ? Agentur der Fotogr
 afen nahestehen. Einige von ihnen sind dort Mitgesellschafter\, andere las
 sen sich mit ihren Arbeiten durch die Agentur vertreten. 1990 von sieben O
 stberliner*innen darunter Sibylle Bergemann\, Ute und Werner Mahler und Ha
 rald Hauswald gegründet\, ist Ostkreuz heute die erfolgreichste von Fotograf*in
 nen gefu?hrte Agentur in Deutschland. Ihre Mitglieder begreifen sich als A
 utorenfotograf*innen. Trotz unterschiedlicher Arbeitsweisen eint sie eine 
 soziale Verantwortung\, wonach der Mensch und das Menschliche im Mittelpun
 kt ihrer Fotografie stehen. Heute zählt die Ostkreuz Agentur 22 Fotograf*inn
 en\, unter den jüngeren befinden sich jene\, die eine Ausbildung an der seit 20
 05 bestehenden Ostkreuzschule absolviert haben.Die Fotografien der Ausstel
 lung sind fein beobachtete\, zeitlose wie sozialkritische Reportagen\, Ess
 ays und Porträts\, die sich multiperspektivisch mit den unterschiedlichen As
 pekten des Weddings beschäftigen. So etwa die schwarz-weiß-fotografierten Kne
 ipenszenen der Serie »Last Days of Disco«\, für die sich Annette Hauschild in die
  proletarischen Wohnzimmer des legendären ehemaligen Arbeiterviertels begab.
  Im Café Morena und im Kugelblitz schloss sie Bekanntschaft mit Stammgästen\, 
 die das Selbstbewusstsein einer vergangenen Arbeiterkultur noch immer vor 
 sich hertragen. Dass auch ihr Refugium vom Schwund betroffen ist\, wissen 
 sie. Annette Hauschilds Arbeit dokumentiert diesen Veränderungsprozess\, an 
 dem auch Künstler*innen maßgeblich beteiligt sind.Denn\, dass das Leben hier im 
 Vergleich zu anderen Stadtteilen wie Kreuzberg oder Prenzlauer Berg noch i
 mmer wenig kostest\, wissen auch sie zu schätzen. Erstaunt über die hohe Atelierd
 ichte in Wedding\, beschloss Thomas Meyer einige von ihnen zu porträtieren: 
 darunter den Performancekünstler Johan Lorbeer\, die Malerin Tanja Rochelmeyer 
 oder den Holzbildhauer Peter Rintsch. War es für Meyer besonders herausfordernd
 \, sich auf die unterschiedlichen Orte\, die Charaktere der Künstler und deren 
 Kunst einzulassen und trotzdem seine eigene Bildsprache durchzuhalten\, le
 sen sich seine Porträts wie ein spannender Balanceakt zwischen Künstler\, Raum un
 d Fotograf.Auf der Suche nach einem Ort\, an dem über Integration nicht nur ger
 edet wird sondern sie auch stattfindet\, ging Dorothee Deiss in eine Kinde
 rarztpraxis. In einem Wartezimmer baute sie ein kleines Studio auf und fot
 ografierte für die Serie »Weddings Kinder« Familien und Kinder unterschiedlichste
 r Herkunft und Milieus Gelebte Vielfalt\, die auch Espen Eichhöfer in seiner 
 Serie »Black Wedding« im Blick hatte. Mit über 5.000 Einwohnern ist die afrikanis
 che Community Weddings berlinweit die größte\, wobei die meisten der hier leb
 enden Afrikaner aus Ägypten\, Kamerun und Nigeria stammen. Eichhöfer begleitet
 e sie zum Sonntagsgebet in die Evangelische Freikirchliche Gemeinde und au
 f einen Hinterhof für Autoexport\, wo eine Gruppe Kameruner Pkws\, vollgepackt 
 mit Stereoanlagen\, Kühlschränken und Baumaterialien\, nach Afrika verschifft. Ei
 n Glückversprechen dieser Tage konservierte Andreas Muhs. Er fotografierte Spie
 lhallen in Wedding\, die hier in beträchtlicher Zahl an S-Bahnhöfen\, zwischen 
 Gemüseläden\, neben Handyshops und Nagelstudios liegen. Seine frontal- und bei 
 diffusem Licht fotografierte Serie »Las Wedding« reiht die Schaufenster große
 r Kasinoketten neben kleine Spielotheken mit individuell beklebten Scheibe
 n. Heinrich Völkel hingegen suchte für seine Fotografie seltene Momente der Ruhe. 
 Er fotografierte nachts wenn keine Menschen anzutreffen sind\, keine Autos
 \, Lieferwagen und Busse fahren. Mit seinen Langzeitbelichtungen und in st
 rengem Schwarzweiß legte Völkel das frei\, was den Stadtteil in seiner baulich
 en Wirklichkeit ausmacht: eine Architektur des Wohnens und Arbeitens\, Jug
 endstil neben Nachkriegsmoderne\, Ensemble neben Solitär\, viel Geschichte u
 nd auch ein wenig Zukunft. Alles zusammen ein buntes Konglomerat verschied
 ener Lebensstile. So wie die 16 fotografischen Positionen der Ausstellung:
  Präsentiert jede einzelne eine überraschende und dabei alltägliche Facette des Wed
 dings\, so entwerfen alle zusammen das Bild gelebter\, gesellschaftlicher 
 Diversität.\n\nViel Spass wünscht Gratis-in-Berlin\n\nLink zum Tip: \nZu den Grat
 is-in-Berlin Angeboten: http://www.gratis-in-berlin.de\n
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SUMMARY:Berlin-Wedding  Ein Stadtteil ? 16 fotografische Positionen
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