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DESCRIPTION:© Theresa Hak Kyung Cha: Permutations\, 1976\; 16mm film\; black
 -and-white\, silent\, 10 min.\; University of California\, Berkeley Art Mu
 seum and Pacific Film Archive\; gift of the Theresa Hak Kyung Cha Memorial
  Foundation.[Note: The artist's sister (pictured) is the subject of this s
 tructuralist work. Cha herself appears in a single frame.]\nTheresa Hak Ky
 ung Cha (4. März 1951 ? 5. November 1982) war Künstlerin\, Regisseurin und Schrif
 tstellerin. Sie wurde während des Koreakriegs in Südkorea geboren. 1963 siedelte 
 sie mit ihrer Familie in die USA über\; die Auswanderung aus Korea sollte sich 
 als schicksalhaft für Chas Sendungsbewusstsein erweisen. Sie studierte an der U
 niversity of California\, Berkeley\, und in den 1970er Jahren erwarb sie d
 ort über einen Zeitraum von zehn Jahren vier Abschlüsse in Vergleichender Literaturw
 issenschaft und Kunst. Im November 1982 wurde Cha in New York City auf tra
 gische Weise ermordet. Trotz ihres frühen Todes schuf sie einen reichen Bestand
  an konzeptueller Kunst\, die sich mit dem Verlustgedanken auseinandersetz
 t. Chas Werk konzentriert sich auf Erinnerung\, Sehnsucht\, Zeit\, Geschic
 hte und insbesondere Sprache. Die englische\, koreanische und französische Sp
 rache sind die Kernbausteine für Chas Explorationen. Diese Sprachen versorgten 
 sie mit den notwendigen Referenzen\, um ihre unverwechselbaren\, operative
 n linguistischen Topographien zu erschaffen. Cha betrachtet Sprache nicht 
 nur als Mittel der Kommunikation\, sondern auch als eine für sich selbst stehen
 de Kunstfertigkeit\, als eine unabhängige Struktur mit zentralen phonetische
 n und semiotischen Elementen\, die innerhalb der Topologie interpretativer
  Flexibilität liegen. Eines von Chas Hauptthemen ist der Verlustgedanke. Sie
  hebt den Verlust der eigenen kulturellen Identität und des Zusammengehörigkeit
 sgefühls hervor\, indem sie die Disintegration der Muttersprache während des Immi
 grationsprozesses aufzeigt. Visuell balanciert sie die prekären Bemühungen aus\, 
 die mit dem Erwerb einer völlig neuen Sprache einhergehen ? mit dem Kampf\, i
 n einer neuen Gesellschaft Fuß zu fassen. In Chas paradigmatischem Symbolis
 mus spiegelt die Ersetzung der Kommunikation in der Muttersprache durch di
 e in einer neuen Sprache den Rückzug von einer zuverlässigen Metrik der kulturell
 en Historizität zu einer Neumanifestation von Klängen und Bedeutungen wider. D
 ie unbeschriebene Tafel wird frei für Neukonzeptionen. Dies wird Teil einer neu
 en sozialen Seinslehre. Der Titel der Ausstellung\, MAH-UHM\, ist ein Begr
 iff\, den Cha in ihrer Textsammlung Dictee (1982) verwendete. Er ist die l
 ateinische Umschrift des koreanischen Worts ????\, das ?Herz? bedeutet. Ch
 a\, selbst eine Einwanderin\, betrachtet die Andeutung von lingualer Formb
 arkeit als eine andere Ebene\, auf der sich die Künstlerin frei bewegen kann. D
 ieses bewegliche/ mobile Feld verweigert die Unterwerfung und die Grenzen\
 , die zwischen ?Frauen?\, ?koreanisch? oder ?koreanisch-amerikanisch? verl
 aufen. Chas Werk würdigt engagiert diese sprachliche Aura des freien Spiels als
  Quelle persönlicher Vision und Kraft. Es lockert die Umklammerung der rigide
 n Identifikation und trachtet danach\, die lingualen Dualitäten niederzureiße
 n\, die als Logik der Unterwerfung errichtet werden. Der Geist ist lebendi
 g und brennt die faden\, nicht hinterfragten Barrieren von Bedeutung niede
 r. Diese Ausstellung stellt fünf Videoarbeiten sowie Literatursammlungen in den
  Mittelpunkt. Die ausgewählten Arbeiten heben organische Elemente von Sprach
 e und Performance hervor: gesprochene Sprache sowie Schriftsprache als Bil
 d und Darstellung. Sie erforschen die Interaktion von Sprache\, Bedeutung 
 und Erinnerung. In dem Video Mouth to Mouth (1975) beispielsweise wird Spr
 ache als Form eines Mundes dargestellt und die Aussprache von acht koreani
 schen Vokalgraphemen als das Rauschen von Wasser. Permutation (1976) versc
 hmilzt die Realität mit dem wiederkehrenden Bild ihrer jüngeren Schwester und Cha
 s Gesicht\; alles wird in einem Filmschnitt zusammengefügt. Ihre Textsammlung D
 ictee (1982) erzählt von unterschiedlichen Frauen\, dem feministischen Kampf
 \, koreanischer Geschichte\, Kolonialismus\, Diaspora sowie von Cha selbst
  als Frau aus der Dritten Welt. Die Ausstellung MAH-UHM bietet die Gelegen
 heit\, sich der Persönlichkeit Theresa Hak Kyung Chas unmittelbar anzunähern\, 
 und möchte die BesucherInnen dazu anregen\, sich durch Chas Arbeiten auf grun
 dlegende Betrachtungsweisen einzulassen.\n\nViel Spass wünscht Gratis-in-Berlin
 \n\nLink zum Tip: https://www.gratis-in-berlin.de/kunst/item/2037953-mah-u
 hm\nZu den Gratis-in-Berlin Angeboten: http://www.gratis-in-berlin.de\n
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