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DESCRIPTION:mit Birgit Bellmann (Druckgrafik)\, Alke Brinkmann (Malerei)\, 
 Ines Doleschal (Collage)\, Else (Twin) Gabriel (Fotografie\, Video\, Maler
 ei)\, Ellen Kobe (Performance\, Installation)\, Coco Kühn (Installation)\, Petr
 a Lottje (Video\, Zeichnung)\, Seraphina Lanz (Wandarbeit\, Objekt)\, Corn
 elia Renz (Zeichnung)\, Karin Rosenberg (Objekt)\, Fiene Scharp (Cut-out)\
 , Elisabeth Sonneck (Installation)\, Ute Weiss Leder (Installation)\, Gaby
  Taplick (Installation)sowie Charlotte Berend-Corinth (Malerei\, Druckgraf
 ik)\, Hannah Höch (Collagen)\, Marg Moll (Plastik)\, Lotte Laserstein (Zeichn
 ung)\, Doramaria Purschian (Zeichnung\, Malerei)\, Emy Roeder (Plastik)\, 
 Erna Schmidt-Caroll (Zeichnungen\, Malerei)\, Maria Slavona (Malerei)\, Ge
 rtrud Spitta (Malerei)\, Milly Steger (Plastik)\, Elisabeth Voigt (Druckgr
 afik) und Julie Wolfthorn (Malerei).Ab März 1919 durften Frauen an der Königlic
 hen Kunstakademie in Berlin studieren. Bis dahin waren sie auf Privatlehre
 r\, überteuerte ?Damenklassen? oder Kunstgewerbeschulen angewiesen. Heute kennt
  man nur wenige der Künstlerinnen\, die sich im 19. Jahrhundert bis zum 1. Welt
 krieg im patriarchalischen Kunstbetrieb behaupteten und bisweilen eine ane
 rkannte und existenzsichernde Position erkämpfen konnten. Ihre Werke liegen 
 heute noch weitgehend unerforscht in Archiven und Depots. Einige wenige wi
 e Jeanne Mammen\, Lotte Laserstein und Renée Sintenis erfahren jüngst späte\, noch 
 zaghafte Wertschätzung.In einer Ausstellung im Schloss Biesdorf wollen wir d
 en zum Teil noch unbekannten Werken von Bildhauerinnen und Malerinnen der 
 ersten Generation wie Julie Wolfthorn\, Marg Moll\, Milly Steger oder Erna
  Schmidt-Caroll Positionen zeitgenössischer Künstlerinnen aus Berlin gegenüber stellen.
  In Porträts und Landschaftsbildern\, Stillleben und Kinderbildnissen zeigen
  die Künstlerinnen der Klassischen Moderne nicht nur ihr Talent\, sondern auch 
 ihr Befangensein in einer Motivwelt\, die ihnen von ihren männlichen Kollege
 n diktiert wurde. Wenn Hannah Höch und andere hier bewusst mit der ikonografi
 schen Tradition brechen und inhaltlich an gesellschaftliche Tabus rühren\, dann
  stellt das ihren großen Mut und ihr Selbstbewusstsein unter Beweis. Tabus 
 zu brechen ist auch ein Anliegen der zeitgenössischen Künstlerinnen. Sie erarbeite
 n orts- und ausstellungsbezogen Werke\, die den heutigen Kunstbetrieb ? se
 ine Ausstellungspraxis und Förderstrukturen\, sein Wertesystem und Geschlecht
 erfragen ? kritisch reflektieren. Über Rauminstallationen\, Film und Video\
 , Cut-outs\, Collagen\, Malerei und Performance eröffnen die Berliner Künstlerinne
 n einen visuellen Dialog mit den Künstlerinnen von damals und schaffen einen De
 nkraum für Fragen\, die damals wie heute virulent sind.In Verbindung mit einem 
 Vermittlungskonzept und Begleitprogramm aus Vorträgen\, Filmen\, Lesungen un
 d einem Diskussionsforum im Vortragssaal des Schlosses verstehen wir die A
 usstellung KLASSE DAMEN! als Beitrag zu einem gesellschaftspolitischen Dis
 kurs und als Anstoß für eine öffentlichkeitswirksame Reflexion. Als Künstlerinnen und Ku
 ratorinnen\, als Frauen\, für die der Spagat zwischen Familie und künstlerischer Arb
 eit tägliche Herausforderung ist\, haben wir ein großes Interesse daran\, die
  weitgehend unbekannte Geschichte der Zulassung von Frauen an den Kunstaka
 demien öffentlich(er) zu machen. Mit ihr thematisieren und erörtern wir alle Imp
 likationen\, die sich für die Frauen damals ergaben und bis heute ergeben ? von
  familiären Brüchen\, Kinderlosigkeit und Armut über Diffamierung\, Vorurteilen und Äch
 tung bis zu den ?modernen? Problematiken wie einer strukturellen Diskrimin
 ierung im Kunstbetrieb mit seinem immer noch grassierenden gender pay und 
 gender show gap.Kuration: Ellen Kobe und Ines Doleschal in Zusammenarbeit 
 mit Karin ScheelLeihgeber: Bröhan-Museum\, Georg Kolbe Museum\, Kunstarchiv B
 eeskow\, Bezirksamt Reinickendorf zu Berlin\, Galerie Die Möwe Berlin\, Berli
 nische Galerie\, Akademie der Künste\, Das Verborgene Museum\, sowie Privatsamm
 ler*innenDialogische Führungen durch die Ausstellung mit Fenia Franz (Labor M)s
 amstags\, 22.06. / 29.06. / 06.07. / 13.07. / 10.08. / 17.08. / 24.08. / 0
 7.09. / 14.09. / 21.09. / 28.09.2019 jeweils 14:00?15:00 Uhr\n\nViel Spass
  wünscht Gratis-in-Berlin\n\nLink zum Tip: \nZu den Gratis-in-Berlin Angeboten:
  http://www.gratis-in-berlin.de\n
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SUMMARY:KLASSE DAMEN! ? 100 Jahre Öffnung der Berliner Kunstakademie für Frauen
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