In den Metropolen der Welt halten neue religiose Bewegungen Einzug ins stadtische Leben. Neuartige Glaubensgemeinschaften treten als politische, wirtschaftliche und soziale Akteure auf, sie versprechen Erlosung oder Befreiung, Erfolg oder kollektives Heil. Die Landkarte der Konfessionen andert sich ebenso wie das architektonische Erscheinungsbild und der offentliche Raum.
Diese neuen, global vernetzten Bewegungen sind bislang selten untersucht worden, sie werden oftmals ignoriert oder skandalisiert. Wahrend der Global Prayers-Thementage prasentieren internationale Wissenschaftler und Künstler religiose Phanomene sowie urbane Settings, Strategien und Sinnproduktionen religioser Akteure aus Metropolen weltweit. In Gesprachen, Vortragen, Sounds, Film und Fotografie untersuchen sie Zusammenhange zwischen urbaner Entwicklung und sakralen Praktiken, zwischen den Versprechen spiritueller Erlosung und sozialer Befreiung.