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ESCAPE - International Performance Festival vom 11. – 19. Mai 2012 in Berlin
Freitag 11.05.2012
bis Samstag 19.05.2012 - Anfangszeit: : Uhr
Im Mai 2012, der zum Monat der Performance Art in Berlin ausgerufen wurde, treffen wieder viele Großen der Performancekunst aufeinander, um zu begeistern und den Diskurs in der Kunst zu fordern. Nach dem Erfolg des letztjahrigen Festivals HUNGER, wird auch in diesem Jahr wieder ein breites Publikum – quer durch alle Generationen – angesprochen.
Das diesjahrige Internationale Performance Festival steht unter der Thematik ESCAPE, von der sich Künstler aller Spalten inspirieren lassen. ESCAPE ist ein vielschichtiger Begriff. Er kann Flucht aus der Realitat, aus dem Alltag, aus einem gezwungenen Zustand symbolisieren. Er kann sich auch auf geopolitische Problematiken oder Kriegszustande beziehen. ESCAPE heißt auch Bewegung, die für Performancekunst als unabdingbares Element dient.
Mehr als 100 Berliner und internationale Künstler aus über 20 Landern, darunter Frankreich, Italien, Spanien, Danemark, Finnland, Südkorea, Estland, Australien, Serbien, Marokko, Taiwan, Mexiko, Israel und den USA kommen in Berlin zusammen. Das Publikum erwartet ein hochwertiges Programm und eine bunte Vielfalt – asthetische und verstorende Aufführungen, schnelle, kurze, pragnante Acts oder sich langsam entwickelnde Bilder.
Mit Non Grata (Estland) konnte eines der international renommiertesten Künstlerkollektive gewonnen werden. Die Gruppe tritt weltweit mit ihren -zGhettomaratons- auf und provoziert durch ihre radikale Ignoranz gegenüber der etablierten Welt der Kunst und den (Massen-) Medien.
Die Künstlergruppe des Teatro Cinque (Italien) unter der langjahrigen Regie von Irina Galli prasentiert -zFabre Mots- – Performance mit Elementen athletischen Tanztheaters in Verbindung mit Poesie und Videofilmkunst. Die Beziehungen zwischen Wort, Bild, Aktion und der Abstraktion der Geste verschmelzen zu einem außergewohnlich expressiven Ergebnis.
Mit -zA Common Chorion- prasentieren Crystal Tits (Deutschland) ihre neue Performance. Es heisst, dass Siamesische Zwillinge mit den Augen des jeweils anderen sehen und seine Gedanken lesen konnen. Wo fangt der Korper des einen an und wo endet der des anderen? Wie konnen Menschen, deren eigene Identitat mit einem eigenen Korper gekoppelt ist, dieses Phanomen verstehen?
Arianne Foks (Frankreich) prasentiert in ihrer künstlerischen Arbeit den Korper als Medium, in Beziehung zu Architektur oder den -zbanalen- Dingen des Haushalts. Ihre Arbeit hinterfragt Verlangen, Lust, Identitat.
Der international erfolgreiche Performancekünstler Lan Hungh (Taiwan) verbindet Elemente aus den Bereichen Musik, Installation, Video und Bildende Kunst. Seine Arbeiten führten ihn u.a. nach New York, London, Paris und Nizza, sowie zur Biennale von Venedig und New York.
Dem Streetart-Künstler SP38 (Frankreich), der das ESCAPE Logo entwarf, dienen Wande und Mauern als Ausstellungsflachen seiner Kunst. Er begleitet mit seinen performancehaften Plakataktionen das gesamte Festival, im Vorhinein, wahrend dessen und auch noch danach – seinen Plakaten ist kein Entkommen.
Die Künstlerin Gwendoline Robin (Belgien) berührt in ihren Performances existentielle Fragen. Sie enthüllt in ihren Aktionen, die auf extremer Sensitivitat beruhen, die Poesie des Augenblicks.
Die Performance "im-mer-dies-jen-seits " von Frederic Krauke (Deutschland) unter den Sounds von Mathieu Sylvestre (Frankreich) kombiniert interaktive Performance, experimentelles Theater und Noise. Kern der Handlung ist die menschliche Essenz im Umgang mit dem Korper und das Uberschreiten vom Dies- zum Jenseits.
Der Bildhauer, Performance- und Installationskünstler Poul R. Weile (Danemark) bietet seine Performance "The Art of Dying/Flying (slowly)" dar. Durch seine Arbeit spiegelt sich nicht nur die Herausforderung des Begreifens von Kunst wider, sondern vielmehr ihre Bedeutung als Raum für Kommunikation und gesellschaftlichen Diskurs.
Charakteristisch für die Arbeiten von Saskia Edens (Schweiz) ist die Auseinandersetzung mit Antagonismen. Edens interessiert sich für Themenkomplexe wie Zeit, Verganglichkeit und Transformation und visualisiert diese Prozesse in auffalliger Weise. Ihre Kunst macht Klang, Zeit und Hitze bildlich wahrnehmbar.
Julie Jaffrenou (Deutschhland) widmet sich in ihrer künstlerischen Arbeit "Red carnation" mit Hilfe von Werkzeugen und Materialien der seelischen Diskrepanz zwischen dem menschlichen biologischen und dem durch genetische oder physische Eingriffe verformten Korper.
Der bildende Künstler und Performer Travis McCoy Fuller (USA) kombiniert live Sound Performance und live Action Performance mit Zeichnungen, Wandmalerei, Druckkunst und dem Bau von experimentellen Instrumenten. Seine Arbeiten waren bereits an vielen Orten in den USA, Europa und Südamerika zu sehen.
ESCAPE, das internationale Performance Festival vom 11. – 19. Mai in Berlin ist eine Zusammenarbeit von Open Space Berlin und den BLO-Ateliers.
Weitere Infos zu den teilnehmenden Künstlern sowie das gesamte Programm im Uberblick stehen online zur Verfügung unter www.openspace32.de.
von: escape2012