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Im Flug der Töne

Herderstr. 24 (Ecke Gritznerstr.) 12163 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Eintritt frei - Reservierung erforderlich - Spenden gern gesehen
Samstag 04.09.2021 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Musik
JOACHIM GIES SOLO - SAXOPHONE, EXOTISCHE INSTRUMENTE „Hören, horchen und lauschen werden neu erlebt.“ Ein Konzert in Zeiten von Corona ist etwas Besonderes. Natürlich werden dabei die Abstandsregeln und die Hygienevorschriften befolgt. Zudem ist laut einer Studie der Charité der Ausstoß von Aerosolen bei Blasinstrumenten sehr gering und nach 50 cm nicht mehr nachweisbar. Man kann also mit gutem Gefühl das Konzert von Joachim Gies am 04. September bei PRIMOBUCH besuchen und darf auf besondere Klänge gespannt sein.

Die Musik des Saxophonisten und Klangkünstlers Joachim Gies scheint zu schweben. Im Zentrum seiner sensiblen Kompositionen stehen die Schwingungen der Klänge. Unsichtbar breiten sie sich aus, schwerelos, wie im Flug nehmen sie die Zuhörer mit auf eine Klangreise. Sobald Joachim Gies zum Saxophon greift, kehrt eine meditative Stimmung ein.

Wie ein Klangforscher erkundet Joachim Gies uralte kultische Klangräume, zeitgenössische Experimentalklänge und asiatische Klangfelder. In seinen Solokonzerten bringt der Multiinstrumentalist neben indischen Klangschalen und Gongs aus Nepal und China auch neu entwickelte Instrumente zum Klingen, so die Butthan, die an balinesische Gamelanorchester erinnert und das Aquaphone, das subtile Wasserklänge entfaltet. Konzertreisen nach Sibirien und in die Mongolei haben die Musik von Joachim Gies stark beeinflusst. Er spielte in buddhistischen Klöstern und in der Wüste Gobi und trat dort mit einheimischen Musikern/innen auf. Die ruhige Intensität asiatischer Klänge verbindet Joachim Gies mit neuen überraschenden Spielweisen des Saxophons.

In einem Interview mit Caroline Helms erläuterte Joachim Gies seine Musik so: „Wenn ich mich intensiv auf die Klänge des Moments einlasse, ähnlich wie in einer Meditation, kann man den gerade gelebten Augenblick intensiver und länger wahrnehmen, als wir dies im Alltäglichen tun. So erreicht man das Gegenteil von „Zeitvertreib“: nämlich die Zeit auszukosten. Dabei mache ich immer die Erfahrung, dass meine Musik die Zuhörer nicht unbeteiligt lässt. Manche Zuhörer schließen die Augen und begleiten mich auf einer inneren Klangreise.“ Joachim Gies spielt auch zu Lesungen und Ausstellungen. Neben seiner Kammermusik bilden Literaturvertonungen (mit Angela Winkler, Gerd Wameling und Hanns Zischler), Filmmusik und Hörspiele weitere Schwerpunkte. 2012 erhielt er den Kompositions-Förderpreis der A und A Kulturstiftung. 2016 erteilte die Stiftung einen weiteren Kompositionsauftrag mit Hölderlin-Vertonungen. Im März 2020 fand die Aufführung der Hölderlin-Vertonung „Mnemosyne“ zu einem Symposium an der Universität Wien statt.
Auszüge aus Pressestimmen: "Die Zuhörer erlebten eine andere Zeit, die mal still zu stehen scheint, sich ausdehnt und wieder intensiv erlebt wird. Hören, horchen und lauschen werden neu erlebt, weit ab von einer Welt des täglichen Lärmkonsums." (Märkische Allgemeine) "Gies spielt spannend und überzeugend ... In den intensiven Pausen lernt man gleichsam neu hören; etwas Besseres kann über Musik kaum gesagt werden.“ (Rhein-Zeitung) „Joachim Gies versetzte das Publikum in eine Tiefenentspanntheit. ... Obwohl Joachim Gies allein auf der Bühne stand, klangen seine Instrumente teils wie ganze Orchester. Ein spannendes Erlebnis.“ (Märkische Oder Zeitung) „Joachim Gies erfindet den Saxophon-Sound neu." (Der Tagesspiegel)

von: PRIMOBUCH

Bilder aus Berlin