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Viet Duc Vol. 3

Greifswalder Straße 4 10405 Berlin - zum Stadtplan
Mittwoch 22.09.2021 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Kunst
Die Filmreihe „Viet – Duc“ zeigt Geschichten, erzählt von Menschen, die aus der vietnamesischen Diaspora in Deutschland stammen. Ihre spezielle Perspektive ist das Hauptkriterium der Auswahl der Filme. Dabei sind die Erzählformen vielfältig. Es können Dokumentarfilme, Spielfilme oder Audioaufnahmen sein. Verwurzelt sind sie in allen Himmelsrichtungen: in Ost - und Westdeutschland sowie in Nord- und Südvietnam.Absicht der Reihe ist es, die viel beschworene „Unsichtbarkeit“ der vietnamesischen Communities sichtbar zu machen, Geschichten mitzuerleben und zu teilen, von Alltag und Konflikten zu erzählen, von Sorgen und dem täglichen Aufeinandertreffen der ersten und der zweiten Generation. Ein Ziel ist es, herrschende Zuschreibungen und Klischees über vietnamesische Menschen zu unterlaufen und aufzubrechen. Die Geschichten sind Reflektionen migrantischer Soziallagen und der vielfältigen Probleme, die sich darin auftun. Sie laden zum Kennenlernen ein, aber auch zum Wiedererkennen, zu Gesprächen und Austausch.Die dritte Veranstaltung der Reihe „Viet-Duc – Geschichten aus der deutsch-vietnamesischen Diaspora“ zeigt Filme aus den Jahren 2020 /2021.1. Jackfruit , 2020, 34‘ , Buch & Regie: Thuy Trang Nguyen, Abschlussfilm der Internationalen Filmschule Köln, wurde auf Festivals in Deutschland und den USA gezeigt. „Jackfruit“ erzählt in kurzen Begegnungen aus dem Leben eines genderfluiden Menschen aus einer Einwandererfamilie in Berlin und ist eine der ersten vietnamesischen Geschichten aus queerer Perspektive in Deutschland.Zwei Kurzfilme (5‘ – 10‘) aus einem Workshop um deutsch-vietnamesische Perspektiven, wo Jugendliche im Alter von 14 bis 24 mit Migrationsbiografie motiviert wurden, ihre persönlichen Geschichten in einem dokumentarischen Kurzfilm zu erzählen. Die Vietnames*innen in Berlin gelten als gut integrierte Migrantengruppe. Trotz oder gerade wegen ihres positiven Images bleiben ihre vielfältigen Schicksale jedoch oft unbemerkt. Ebenfalls nicht sichtbar sind die Schwierigkeiten und familiären Generationenkonflikte zwischen vietnamesisch-stämmigen Jugendlichen und ihren Eltern. Oftmals fühlen sie sich zwischen Kulturen hin und her gerissen und durchlaufen gerade in der Pubertät persönliche Krisen. Die traditionell oft strenge Erziehung und der hohe Erfolgsdruck der Elterngeneration stellen die jungen Deutsch-Vietnamesen vor große Herausforderungen. Im Workshop sollten die Jugendlichen in die Lage versetzt werden, ihr Befinden künstlerisch zu inszenieren und aufzuarbeiten. Ein Kunst- und Sozialprojekt zugleich.Die Ostkreuz City gGmbH ist ein anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und arbeitet direkt mit den Familien daran, gemeinsam mit den Betroffenen an Lösungen für einen konstruktiven Umgang mit diesen interkulturellen Generationenkonflikten. Begleitet wurde der Workshop von professionellen vietnamesisch-deutschen Medienschaffenden unter der Leitung des Regisseurs Duc Ngo Ngoc, der selbst Sohn vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen ist. Herausgekommen sind zwei sensible Kurz-Dokumentationen, die im Haus der Demokratie & Menschenrechte präsentiert werden.Die Filme werden in Anwesenheit der Filmemacher*innen gezeigt. Anschließend Gespräch. Auswahl und Moderation: Angelika Nguyen
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Anmeldung dafür ist ab sofort unter kontakt@hausderdemokratie.de und veranstaltung@hausderdemokratie.de möglich. Beim Besuch der Veranstaltung beachten Sie bitte die geltenden Hygieneregeln.

von: HdDM-Presse

Mehr Infos im Internet:

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