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Fahrrad, Geldbeutel und Co. - Was tun bei Diebstahl?

Berlin - Berlin
Trotz der Tatsache, dass Deutschland als besonders sicher gilt, kommt es immer wieder zu Diebstählen. Insbesondere in Großstädten, wo sich zahlreiche Menschen in U-Bahnen, Straßenbahnen und auf Festen tummeln, haben es Langfinger leicht. So nutzen günstige Momente und machen sich allerlei Dinge zu eigen, die ihnen nicht gehören. Von der Handtasche über das Fahrrad bis hin zum Smartphone ist es dann wichtig, unverzüglich zu handeln. 

NACH DER TAT SCHNELL REAGIEREN

Diebstähle können vielfältiger Natur sein. Nicht nur der unbemerkte Griff in die Jackentasche, sondern auch das Durchtrennen eines Fahrradschlosses und das Entreißen der Handtasche sind Möglichkeiten für Diebe, das gewünschte Gut so schnell wie möglich zu bekommen. Dass das in Deutschland nicht selten passiert, zeigt auch eine statistische Erhebung. Laut ihr wurden in 2016

  • 378.448 Fahrraddiebstähle
  • 164.771 Taschendiebstähle
  • 151.265 Wohnungseinbruchdiebstähle
  • und 36.388 KFZ-Diebstähle 
verübt.

Während der Diebstahl eines Autos oder eines Fahrrades in der Regel schnell auffällt, kann das Fehlen von Smartphone oder Geldbörse erst Stunden später ans Licht kommen. Grundsätzlich jedoch gilt: Sobald das Verschwinden wichtiger Dinge erkannt wird, sollten Betroffene zügig handeln. 

Karten sperren
Karten sollten nach einem Diebstahl sofort gesperrt werden. (Quelle: TheDigitalWay (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Der erste Schritt nach dem Diebstahl sollte daher der Anruf bei der Polizei sein. Dies ist nicht nur wichtig, um eine Fahndung nach den gestohlenen Dingen in die Wege zu leiten, sondern kann auch für den Versicherungsschutz entscheidend sein. So zahlen Versicherer für gestohlene Handys, Autos oder Smartphones nur dann, wenn eine Anzeige bei der Polizei aufgenommen wurde. Im Gespräch mit einem Beamten werden dann wichtige Details besprochen. Auch das Aussehen des Täters, falls bekannt, sollten Betroffene so genau wie möglich beschreiben.

Bei gestohlenen Geldbörsen und Handys ist auch das schnelle Sperren wichtig. EC-Karten, Kreditkarten und die Sim-Karte sollten noch vor dem Anruf bei der Polizei gesperrt werden, um Missbrauch zu vermeiden. Auf diese Weise können Diebe weder hohe Beträge von Konten abbuchen, noch mit der Kreditkarte einkaufen oder mit dem Handy teure Nummern anrufen. Eine Möglichkeit, alle gestohlenen Karten möglichst schnell sperren zu lassen, ist ein Anruf bei Sperr-Notruf 116 116 e. V..

PERSÖNLICHE DINGE WIEDER BEKOMMEN

Es kommt eher selten vor, dass die Polizei den Täter bei ersten Ermittlungen rund um den gemeldeten Diebstahl schnell ausfindig machen kann. Meist handelt es sich um Profis, die recht genau wissen, wie sie untertauchen und Beweise verschwinden lassen können. Etwas besser jedoch stehen die Chancen, wenn der Diebstahl mit Überwachungskameras aufgenommen wurde, sodass ein konkretes Bild vom Langfinger verfügbar ist. Dennoch: Die Zeit der Polizei ist oft eng bemessen und häufig müssen kleinere Delikte wie Diebstähle hinten anstehen. 

Fundbüro anrufen
Ein Anruf im Fundbüro ist ebenfalls eine gute Idee. (Quelle: Semevent (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Wer sich dennoch nicht damit zufriedengeben möchte, dass das geliebte Fahrrad oder die teure Handtasche verschwunden ist, sollte selbst aktiv werden. Je nach Art und Wert der gestohlenen Sache kann es sinnvoll sein, Flugblätter zu drucken und Suchanzeigen bei Kleinanzeigenportalen zu veröffentlichen. Die Chance, dass ein Passant zufällig auf den gestohlenen Gegenstand aufmerksam wird, ist zwar gering, aber nicht gänzlich hoffnungslos. Auch ein Anruf beim Fundbüro kann möglicherweise erfolgversprechend sein. Wichtige Nummern und auch eine Onlinesuche finden Betroffene unter berlin.de.

Davon abgesehen kann auch das Beauftragen eines Privatdetektivs beim Suchen und Finden nach Dieb und Diebesgut sinnvoll sein. Gerade bei größeren Gegenständen und teurem Diebesgut ist es möglich, dass sich der Diebstahl in der „Szene“ herumgesprochen hat. Detektive kümmern sich dann um die erweiterte Suche und investieren dabei mehr Zeit, als der Betroffene aufbringen kann. Gleiches gilt auch, wenn bereits ein konkreter Verdacht besteht. Vermuten Betroffene, dass eine bestimmte Person der Langfinger ist, könnten Privatdetektive dessen Vergehen möglicherweise schnell aufdecken. Es lohnt sich für alle Hauptstadtbewohner, nach einer Detektei in Berlin Ausschau zu halten, da hier meist schnelle Termine und ein zügigeres Ermitteln möglich sind. 

WICHTIGE VORSICHTSMASSNAHMEN GEGEN DIEBSTAHL

Am besten ist es natürlich, wenn es gar nicht erst zu einem Diebstahl kommt. Auch wenn Kriminelle heute immer kreativer werden und äußerst professionell vorgehen, sollten einmal Betroffene künftig vorbeugende Maßnahmen ergreifen.

Hierzu gehört auch das Notieren wichtiger Kennnummern wie der Rahmennummer des Fahrrades oder der sogenannten IMEI des Smartphones. Mit der IMEI kann ein Smartphone schnell identifiziert werden und die Unterscheidung von anderen Geräten des gleichen Typs ist möglich. Wer sich die IMEI notieren möchte, findet sie entweder in den Geräteinformationen oder alternativ durch die Eingabe der Tastenkombination *#06#. 

Fahrradschloss
Ein solides Fahrradschloss kann Langfingern die Arbeit erschweren. (Quelle: 3dman_eu (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Davon abgesehen sollten Handtaschen immer dicht am Körper getragen und verschlossen sein. Am besten ist es, Taschen mit Reißverschluss zu nutzen, da Langfinger bei offenen Modellen leichteren Zugriff haben. Bei größeren Veranstaltungen lohnt es sich, erst gar keine Handtasche mitzunehmen, sondern Wertsachen in einem Brustbeutel unter der Kleidung aufzubewahren.

Für das Fahrrad sollte ein hochwertiges und stabiles Schloss gekauft werden, dass sich nicht kurzerhand mit einem Bolzenschneider durchtrennen lässt. Es ist wichtig, das Rad nicht nur über Nacht anzuschließen, sondern auch bei großen Events wie der Critical Mass Fahrradtour stets im Auge zu behalten und gegebenenfalls zu sichern. 

von: Inspiration

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