Wo sind die Drehorte von Tribute von Panem?

Berlin - Berlin
Ein Großteil der Schauplätze der Hunger Games wurde in Berlin gedreht. Sowohl die Dreharbeiten des ersten als auch des zweiten Teils der Tribute von Panem - Mockingjay fanden auf deutschem Boden statt. Auch aus diesem Grund wurde die Premiere des zweiten Teils in Berlin gefeiert. Aber wo sind die Drehorte und welche davon können, Interessierte noch heute besuchen? Und wie steht es um den dritten Film der Reihe?

Berlin als Drehort für Tribute von Panem

Das dritte "Tribute von Panem"-Buch wurde in Form von zwei Filmen abgedreht. Dafür wurden vor allem europäische Schauplätze gewählt. Neben Paris und im beeindruckenden Chateau de Voisins in der Nähe von Versailles fand ein Großteil der Produktion in Berlin statt. So diente ein leerstehendes Heizkraftwerk in Berlin als düstere Kulisse für den Distrikt 13. Das Kraftwerk befindet sich in der Köpenicker Straße und wird auch heute noch gerne von Fans besucht.

Weiterer Drehort der Hunger Games war eine in Rüdersdorf ansässige, aufgelassene Chemiefabrik.
war eine in Rüdersdorf ansässige, aufgelassene Chemiefabrik. Sie diente auch schon in "Monuments Men" und "Inglourious Basterds" als Kulisse. Bei den Hunger Games wurde sie zum Distrikt 8 umfunktioniert. Auch in der alten Kaserne Krampnitz wurde für den Film gedreht. Die historische Kaserne konnte schon viele Produktionsteams begeistern. So drehten bereits Bekanntheiten aus Hollywood, wie Quentin Tarantino, der in der Kaserne Teile seines Hollywoodstreifens "Inglourious Basterds" abfilmte oder George Clooney und Jackie Chan in dem bekannten Gebäude. Zu den populärsten Filmen, die hier gedreht wurden, zählt außerdem "Operation Walküre" von Tom Cruise. 2008 fand der Dreh für den weltbekannten Film statt. Das macht den berühmten Ort zum beliebten Ausflugsziel für Filminteressierte.

Fans erinnern sich bestimmt noch an die Szenen im Rebellenlager in Distrikt 2. Genau diese Teile des Films wurden am Flughafen Berlin-Tempelhof gedreht. Ergänzt um Computeranimationen, damit der Drehort um weitere Gebäude vergrößert erscheint, entstanden die spannungsgeladenen Szenen. Das Ausstattungsteam des Films hat hier große Arbeit geleistet und viel zu dem Originalschauplatz ergänzt. Für die Verwandlung war das deutsche Studio Babelsberg verantwortlich. Die Produktionsfirma war mit 250 Leuten im Einsatz. 120 Handwerker bauten die Kulisse, die im Film kaum noch mit dem bekannten Flughafen in Verbindung zu bringen ist.

Die Kulisse des früheren Flughafen Tempelhof mitten in der Stadt bietet sich aufgrund ihrer hollywoodreifen Geschichte für Führungen und Rundgänge an. Dort geht es zu Fuß auf der kleinen „Panem“-Rundreise im Gänsemarsch wieder nach unten. Durch das ehemalige Versorgungstunnelsystem auf die Rückseite der imposanten Gebäude. Die Besichtigung des Geländes kann man gut mit der Open-Air-Ausstellung am Flughafen verbinden, die anlässlich des 75. Jubiläums zur Luftbrücke veranstaltet wird. 

Zu den Drehorten zählte auch die Unterführung am Messedamm des ICC Berlin. Bis heute gilt das Gelände als Leitbild für ein modernes Messezentrum. Neben den großen Sälen über der Erde liegt ein großer Teil des Bauwerks unterirdisch. Hier wurde der Untergrund des Kapitols dargestellt. Im Film kämpft sich Katniss dort durch Mutantenangriffe und Explosionskörper, um zum Präsidenten Snow zu gelangen. Während die Nahaufnahmen in den USA gedreht wurden, fungierte in den in Deutschland gedrehten Kampfszenen ein Double für die Hauptdarstellerin.

Berlin auch 2023 wieder Drehort

In diesem Jahr wurde auch der dritte Teil "Das Lied von Singvogel und Schlange" wieder vermehrt in Berlin gedreht. Basierend auf dem 2020 erschienenen Roman der Autorin Suzanne Collins wurde der neue Streifen gefilmt. Seine Vorgänger brachten bereits rund 3 Milliarden US-Dollar Einspielergebnisse ein und zählen damit zu den erfolgreichsten Filmreihen.

Bereits im Oktober 2022 wurde die Karl-Marx-Allee zum winterlichen Trümmerfeld für die Hollywood-Filmreihe. Gleich im Trailer entdeckt man außerdem das Alte Museum in Berlin-Mitte. Aber auch im Landschaftspark Duisburg, Köln und in Hattingen, NRW fanden Aufnahmen für den neuen Film der berühmten Reihe statt. Mehr als 2000 deutsche Komparsen aus Berlin und Brandenburg bereicherten den Filmdreh. Den Aufrufen für die Dreharbeiten folgten über 50.000 Menschen. NRW ist aber nicht zum ersten Mal Teil einer Hollywoodproduktion. Bereits bekannte Kassenschlager wie "Babylon Berlin" oder "Spencer" mit Kristen Stewart und "Cloud Atlas" mit Tom Hanks wurden in der historischen Hauptstadt Düsseldorf verfilmt. 

Ein Großteil des neuen Films wurde zudem zu großen Teilen in den Berliner Filmstudios der Produktionsfirma Babelsberg gedreht. Berlin ist damit in einem weiteren Hollywood Projekt vertreten. Immer häufiger wird das mitteleuropäische Land aufgrund seiner hohen Dichte an historischen Gebäuden für Filmzwecke genutzt.

von: Inspiration

Bilder aus Berlin