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My Fiction and You

Bärenzwinger 10179 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: freier Eintritt
Donnerstag 07.11.2019 bis Sonntag 26.01.2020 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Kunst
Die gesamte Ausstellungsdauer beläuft sich auf den Zeitraum vom 08.11.2019 bis 26.01.2020.
„Dem Alltag entfliehen“, ist ein bekanntes Wunschphänomen unserer westlichen Leistungsgesellschaft. Doch existiert es zunächst nur in einer von uns idealisierten Vorstellung. In den unvorhersehbarsten Situationen kommt in uns das Bedürfnis nach unerreichten Lebensentwürfen, ungestillten Sehnsüchten und Erwartungen oder gar das Verlangen nach einer neuen Identität auf. Solche Augenblicke können nur kurz aufleben oder aber sich zu wiederkehrenden Tagträumen ausweiten. Oft vernommene Phrasen wie „jeder hat seine eigene Wahrnehmung“, „lebt in seiner eigenen Welt“ reflektieren unser subjektives Verhalten als Individuum. Empfindungen sind niemals deckungsgleich mit denen unseres sozialen Umfelds, weil wir Situationen aus uns heraus bewerten, mit eigenen Erfahrungen assoziieren, das Erlebte stets abstrahieren.
So bemerken wir nicht, wie sehr wir in unserer Lebensroutine von imaginären Momenten eingenommen sind und sie in die Lebensrealität einfließen lassen.
Wie stark überschneiden sich unsere imaginären Lebensmodelle mit der Wirklichkeit und wie beeinflussen und wo dominieren sie uns? Von wem werden sie aufrechterhalten? Bedarf es eines Gegenübers, in dem wir uns reflektieren oder mit ihm korrelieren?
In der Ausstellung »My Fiction and You« verfolgen Andy Kassier, Britta Thie, Bianca Kennedy und The Swan Collective und Mikka Wellner Konzepte, wie die eigene bzw. eine adaptierte Fiktion des Individuums zum Bestandteil der eigenen Realität wird und inwiefern es diese zu kollektivieren gilt. Hinterfragt wird auch, inwieweit die Freiheit des Einzelnen in die eigenen Gedankenkonstrukte hineinreicht. Die einzelnen Positionen nehmen nicht nur Bezug auf den Transfer und die Transformation des analogen Lebens in die digitale Gegenwart, sondern sie gehen noch einen Schritt weiter – die gezeigten ortsspezifischen Installationen münden mitunter in Zukunftsszenarien mit dystopischer Ausrichtung.

von: Baerenzwinger

Bilder aus Berlin

 
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