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Christa Wolf: Medea.Stimmen (Erster Termin)

Mehringdamm 61 10961 Berlin - zum Stadtplan
Mittwoch 10.04.2019 - Anfangszeit: 20:00 Uhr
Szenische Lesung mit Stephanie Manz, Karola Elßner und Bettina Schinko

Medea – Kindsmörderin und rachsüchtige Furie? Oder eine Heilerin, die das blutige Geheimnis einer Stadt entdeckt? In ihrem 1996 erschienenen Roman "Medea. Stimmen" deutet Christa Wolf den Medea-Mythos, wie er uns vor allem durch die Bearbeitung des Euripides bekannt ist, um. Sie greift dafür auf frühere Quellen des Stoffes zurück, in denen weder das Motiv des Bruder- noch des doppelten Kindsmordes vorkommen, und hinterfragt die Bildung des Mythos Medea. Sie legt nahe, dass hier ein matriarchalischer Mythos, patriarchalisch umgedeutet wurde. Themen des Buchs sind die Situation von Flüchtlingen, die Manipulation der öffentlichen Meinung und die Funktion eines Sündenbocks, durch dessen Vertreibung sich eine Gesellschaft „reinigt“.

Eine Wiederholung der Lesung findet am 11. und am 12. April, ebenfalls jeweils um 20 Uhr in der Lettrétage statt.

von: Lettrétage

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin

 
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