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Zdeněk Lhotský: Ein gläserner Sarg für die Königin (Di - Sa)

Wilhelmstraße 44 10117 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Eröffnung: 23. 09. 2021, 19 Uhr, Anmeldung erforderlich
Öffnungszeiten: 24. 09. – 04. 12. 2021, Di – Sa, 14 – 18 Uhr
Eintritt frei
Bitte beachten Sie bei Ihrem Besuch des Tschechischen Zentrums unsere aktuellen Hygienevorschriften
Donnerstag 23.09.2021 bis Samstag 04.12.2021 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Kunst
Die Ausstellung zeigt die außerordentliche kreative Schaffensbreite Zdeněk Lhotskýs sowohl als Künstler als auch als Spezialist für formgeschmolzenes Glas.

Zdeněk Lhotský ist Maler, Bildhauer, Glaskünstler, Schüler und Mitarbeiter des bekannten tschechischen Glaskünstlers Stanislav Libenský. Gleichzeitig ist er ein international gefragter Fachmann für große Projekte aus formgeschmolzenem Glas. Die Ausstellung in der Galerie des Tschechischen Zentrums stellt beide Seiten Zdeněk Lhotskýs vor: den Künstler und den hervorragenden Technik-Spezialisten. Kuratorin ist Sylva Petrová, führende Expertin für Glaskunst in der Tschechischen Republik.

Ein Teil der Ausstellung ist einem weltweit einmaligen technologischen Meisterwerk gewidmet, dem gläsernen Sarg für Königin Margrethe II. von Dänemark. Der vier Tonnen schwere Sarg wurde von Lhotský nach Entwürfen des dänischen Bildhauers Bjørn Nørgaard gefertigt und befindet sich heute in der letzten freien Seitenkapelle der Domkirche von Roskilde, der traditionellen Grabstätte des dänischen Königshauses. 

Von 2012 bis 2018 war Lhotský und sein Team mit der Herstellung des gläsernen Sargs beschäftigt, und zwar in der renommierten Werkstatt im tschechischen Pelechov bei Železný Brod, wo schon seit den 1950er Jahren Plastiken aus formgeschmolzenem Glas und Architektur-Projekte des ikonischen Künstlerpaars Stanislav Libenský und Jaroslava Brychtová entstanden sind. Diese beiden gehören zu den bedeutendsten „Wiederentdeckern“ des formgeschmolzenen Glases – einer uralten Glastechnik, die schon 400 v. Chr. bei Ägyptern, Phöniziern und Persern genutzt wurde und dann bis ins 20. Jahrhundert in Vergessenheit geriet. Plastiken aus formgeschmolzenem Glas entstehen bildhauerisch von Skizze und Entwurf über Modelle zur Herstellung einer Form, die mit Glasblöcken gefüllt wird. Das Schmelzen und langsame Abkühlen des Glases dauert manchmal mehrere Wochen. Anschließend wird die Form mechanisch entfernt und die Oberfläche bearbeitet – geschleift, poliert, sandgestrahlt, eventuell in Säure poliert.

Der zweite Teil der Ausstellung zeigt eine Auswahl aus dem freien Schaffen des Glaskünstlers Zdeněk Lhotský, vor allem Objekte, die mit der von ihm entwickelten Technik für formgeschmolzenes Glas „Vitrucell“ hergestellt wurden. Außerdem sind Plastiken aus Glas und Metall, steinerne Stelen, Zeichnungen aus Papier und freie Malereien zu sehen.

In der Ausstellung können die Publikationen Pluralita Identity – ein Querschnitt durch das Schaffen Zdeněk Lhotskýs – und Sarkofág pro královnu gekauft werden.

Zdeněk Lhotský (*1956 Praha)
Maler, Bildhauer, Glaskünstler und -Spezialist, Gründungsmitglied der Gruppe Tvrdohlaví. Seit 1994 ist er Eigentümer und Künstlerischer Direktor des Studios für die Herstellung von Plastiken aus formgeschmolzenem Glas Lhotský s.r.o.. Er lebt und arbeitet in Pelechov bei Železný Brod.

Kuratorin: Sylva Petrová
Grafikdesign und Ausstellungsarchitektur: Pavel Morávek

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin.

von: berlin.czech.

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin