Die Charité - Universitatsmedizin Berlin startet jetzt anlasslich ihres 300-jahrigen Bestehens eine Filmreihe im Berliner Medizinhistorischen Museum. Die Veranstaltung steht unter dem Motto -Korperraume im frühen Film. Kulturfilme und die Charité, 1895-1948-. Gezeigt werden medizinische Filme, die für die Entwicklung der Berliner Medizin und für die Entstehungsgeschichte des deutschen Films von Bedeutung waren. Die Reihe beginnt mit einem der ersten UFA-Kulturfilme: dem dokumentarischen Film -Krüppelnot - Krüppelhilfe- von 1920. Dieser Stummfilm gibt einen idealisierten Einblick in die Arbeit der orthopadischen Klinik des Oskar-Helene-Heims nach dem Ersten Weltkrieg. Er zeigt Bilder von Kindern mit Knochentuberkulose, die dort ihre schulische und berufliche Ausbildung erhielten, sowie von Kriegsverwundeten bei der medizinischen Versorgung. Diese Szenen werden mit den Berliner Armutsverhaltnissen kontrastiert. Als Experte für dieses Thema ist Dr. Philipp Osten vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universitat Heidelberg eingeladen. Die erste Veranstaltung der Filmreihe findet am 19. Januar um 17.30 Uhr in der Horsaalruine des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité, Virchowweg 16, 10117 Berlin statt. Die Vorführungen laufen im zweiwochentlichen Rhythmus bis April 2010. Der Eintritt ist frei.