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Kino
Filmrausch-Freilufkino startet mit Berlin Film Leroy

  
05.06.2010, 10557 Berlin, Lehrter Str. 34, zum Stadtplan
Kostenlos, Einschränkung: Da der Filmrausch-Palast noch keine Quartiersmanagement-Förderung für das Umsonst-und-Draußen-Kino hat, geht eine Sammeldose rum

Wir als Gruppe (9 Leute) fanden den Film "Leroy" (Berlin 2007) am Freitag richtig gut und witzig. Schwarzer Humor, gekonnt und konsequent überzeichnete Figuren, abgedrehte Ideen, die man so noch nicht gesehen hat, pfiffige Dialoge und witzige Anspielungen ans Blaxploitation-Kino der 70er.

Heut gibts nochmal ne Chance. Ab 22 Uhr gehts los, Getränke an der Open Air Bar.

Leroy ist ein 17-jähriger Junge und lebt in Berlin. Er liest bevorzugt Goethe, spielt Cello und ist vor allem den Mädchen gegenüber eher schüchtern und zurückhaltend. Mit einem Vater, der dank seines in Japan sehr erfolgreichen Anti-Handystrahlen-Gürtels seine Zeit mit weiteren Erfindungen von zweifelhaftem Nutzen verbringen kann, einer links-liberalen Mutter und einer aufdringlichen Nachhilfeschülerin ist Leroy eigentlich ausgelastet, als er sich ausgerechnet in die schöne Eva verliebt.

Als sie seine Zuneigung erwidert, könnte das Glück perfekt sein. Doch Leroy ist zwar Deutscher, ist aber Schwarz, und Eva heißt mit Nachnamen Braune, ihr Vater ist Politiker einer rechtsgerichteten Partei und ihre Brüder sind ausgemachte Neonazis. So sind Probleme rund um den suizidgefährdeten Kanarienvogel Rommel, dumme, aber bösartige Skinheads, einen schwulen jüdischen Bekannten Evas und die ausländischen Freunde Leroys vorprogrammiert. Die Situation eskaliert, als die von Evas Brüdern angestifteten Rechtsradikalen bei einem Angriff auf Leroy ausgerechnet Eva verletzen. Leroy gerät in eine tiefe Identitätskrise, über die ihm die Begegnungen mit Blacula, Ikonen der Black Power-Bewegung und seiner freizügigen Deutschlehrerin hinweghelfen. So geht er mit seinen Freunden zum Gegenangriff über und kann in einem ins Absurde übersteigerten Filmende sogar den gesamten Rechtsradikalismus überwinden, indem er mit Evas Brüdern einen Song aufnimmt, der die Geschichte des Films widerspiegelt („Alle Subkulturen sind mit der Zeit verschwunden. Der Rock, der Punk. Alles wurde nach und nach von der Musik zu Grunde gemacht. Wenn ich es schaffe, den Nationalsozialismus zu kommerzialisieren, wird auch er vernichtet.“).

Der Film bedient sich im Lauf der Handlung mehrheitlich überspitzter Klischees, so beispielsweise Leroys Afro-Frisur oder die kahl rasierten Glatzen von Evas Brüdern, möchte aber das reale Problem des Neonazismus satirisch bearbeiten. Der Witz des Films entsteht durch ungewöhnliche Dialoge und Anspielungen auf die deutsche Geschichte. Leroy selbst verhilft sich im Endeffekt mit Satire und Humor zu einem besseren Verhältnis zu Evas Familie.

Quelle: Wikipedia

Mehr Infos im Internet:
www.filmrausch.de


von: Andrea --> Nachricht an Andrea

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