-Bye, bye Kopftuchmadchen- - so titelte der Spiegel über den Nachwuchsstar. Die Schauspielerin Pegah Ferydoni begann ihre Karriere als Klischee-Muslima in der ARD-Erfolgsserie -Türkisch für Anfanger-. Jetzt brilliert die iranischstammige Berlinerin in dem Kinofilm -Women without Men-. Der erste Kinofilm der iranischen Künstlerin Shirin Neshat basiert auf dem gleichnamigen, im Iran verbotenen, Roman von Shahrnush Parsipur. Der Film spielt im Persien des Jahres 1953. In einem verwunschenen Garten treffen sich vier Frauen - zufallig zusammengeführt durch das Chaos, das nach dem Militarputsch in den Straßen Teherans herrscht und durch die Flucht vor dem eigenen Schicksal. Hier erleben sie für einen kurzen Moment das, wonach sie sich sehnen und wofür sie kampfen: Lebensfreude, Freiheit und das Gefühl von Glück.
"Women without Men- wurde beim 66. Internationalen Filmfestival von Venedig mit dem Silbernen Lowen für Beste Regie ausgezeichnet und ist seit Juli 2010 im Kino zu sehen.
Pegah Ferydoni ist zu Gast und erzahlt im Anschluss an den Film über ihr Leben in Neukolln und ihre Familie im Iran - zwei Welten, zwei Leben.