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Ausstellung: 'Restmengen'

Turmstr. 75 10551 Berlin Germany - zum Stadtplan
Mittwoch 27.10.2010 bis Sonntag 28.11.2010 - Anfangszeit: : Uhr
Kategorie: Kunst
»Restmengen« versammelt erstmalig Arbeiten von Ingo Frohlich, Kati Gausmann und Juliane Laitzsch in einer gemeinsamen Ausstellung. Das vorrangige Medium der drei in Berlin lebenden KünstlerInnen ist die Zeichnung. Neben Objekten und eigens für den Kunstverein Tiergarten konzipierten Raumarbeiten stehen die Zeichnungen insofern konsequent im Mittelpunkt der Ausstellung.



Die Schnittstellen der drei KünstlerInnen sind ebenso augenscheinlich wie vielfaltig: Sie arbeiten mit gesetzten Linien, die durch klar formulierte Ordnungsstrukturen motiviert sind, wahrend sie auf jegliche Abbildlichkeit verzichten, die nicht im Vollzug der Linie begründet ist. Gemeinsam sind ihnen die Hinwendung zum Prozess des Zeichnens, die Wertschatzung einfacher zeichnerischer Mittel sowie lange Phasen wiederholenden Tuns.



Ingo Frohlich setzt in seinen Zeichnungen Strich zu Strich und Linie an Linie, um die Einzigartigkeit des Moments in der Produktion von Gleichem sichtbar werden zu lassen. Durch wiederholenden Gestus zeigt sich ein allgemeingültiges Erscheinungsbild des jeweiligen Charakters. In einem Archiv zusammengeführt, entsteht daraus eine umfangreiche vergleichende Sammlung zur Anatomie von Strich und Linie, die in bewussten Kontrast zu spielerisch entwickelten Formen gebracht wird.



Neben künstlerischen Expeditionen und partizipativen Projekten im offentlichen Raum, die Kommunikation und Handlung entlang alltaglicher Objekte erforschen, spürt Kati Gausmann in ihren Zeichnungen Bewegungen nach und zeichnet deren Verlauf in der Zeit auf. Ihr Ansatz, Bewegung, Rhythmus und Handlung als formgebendes Prinzip zu begreifen, liegt auch ihren Objekten und Aktionen zugrunde.



Die Arbeit an den Ubergangen von Flache und Raum, von Innen und Außen, Bild und Text bestimmt seit zwei Jahren Juliane Laitzschs künstlerische Arbeit mit mittelalterlichen Stoffen und ihren Mustern. Ornamentik versteht sie dabei nicht als dekoratives Beiwerk, sondern als substantiellen Anker zwischen Abstraktion und emotionalem Resonanzraum.



Jede der drei Positionen ist in der Ausstellungskonzeption zum Raum hin geoffnet und bezieht ihn unmittelbar ein. Insofern ist es ein Leichtes, die Verbindungen und Bezugnahmen von einer Arbeit zur anderen zu formulieren. Erst die gemeinsame Interaktion im und mit dem Raum vermag die Wahrnehmung für die Schnittstellen zu verandern und jene signifikanten Restmengen aufzuzeigen. Den Betrachtenden offnet sich innerhalb dieses zeichnerischen Raums ein faszinierendes Geflecht von Bezügen und Brüchen, das dazu einladt, die Komplexitat von Zeichnung und Raum zu erkunden.







Eroffnung: Mittwoch, 27.10., 19 Uhr



Begrüßung: Dr. Ralf F. Hartmann, Kunstverein Tiergarten



Einführung: Prof. Inge Mahn, Berlin



Ausstellung: 28.10.-27.11., Di.-Sa., 13-19 Uhr







Begleitende Veranstaltungen:







Donnerstag, 11. November, 19 Uhr:



Abendrundgang durch die Ausstellung, Vortrag und Künstlergesprach. Dr. Dorothée Bauerle-Willert zusammen mit Ingo Frohlich, Kati Gausmann und Juliane Laitzsch.







Samstag, 20. November, 15 Uhr:



Führung durch das Atelier-, Ausstellungs- und Künstlerhaus »111« mit Ingo Frohlich, Kati Gausmann und Juliane Laitzsch. (Treffpunkt Eingang Torstr. 111)







Sonntag, 28. November, 12 Uhr:



Benefizauktion für das Künstlerhaus »111« in der Galerie Nord. Zahlreiche internationale KünstlerInnen haben Arbeiten gestiftet, deren Auktionserlose dem Weiterbestand und Ausbau des Hauses zugute kommen sollen. Auktionatorin: Dr. Ursula Prinz, ehemalige stellvertretende Direktorin der Berlinischen Galerie. Anschließend Finissage und Prasentation des Katalogs zur Ausstellung »Restmengen«.















von: kavaute

Bilder aus Berlin