Professor Richard J. Parker, seit 2001 Direktor für Forschung und Entwicklung bei der Rolls-Royce Group in Derby (Großbritannien) und international renommierter Wissenschaftler und Ingenieur, halt 2010 die traditionelle Queen's Lecture an der Technischen Universitat Berlin. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.
In der zivilen Luftfahrt ist die Verringerung der Auswirkungen des standig wachsenden Flugverkehrs auf die Umwelt eine der großten Herausforderungen. Das heißt vor allem: Reduzierung von CO2-Emissionen durch Senkung des Treibstoffverbrauchs sowie Minimierung des Fluglarms.
Auch wenn die Technologieentwicklung der Luftfahrtindustrie bereits zahlreiche wirtschaftliche und soziale Vorteile gebracht hat, müssen die Anstrengungen erneut verdoppelt werden, um einen langfristigen Nutzen für die Menschheit sicherzustellen.
Aufgrund des globalen Charakters der Problemstellung nimmt dabei die Zusammenarbeit in Europa eine bedeutende Rolle ein. Beteiligt daran sind Industrieunternehmen wie auch Universitaten und Großforschungseinrichtungen. Viele nationale Programme wie z.B. das deutsche Luftfahrt-Forschungsprogramm fordern Innovationen.
Professor Parker wird die Rolle von Rolls-Royce bei der Reduzierung der Umwelteinflüsse von Flugantrieben am Beispiel der Trent-Motorenserie darstellen, die u.a. Anwendung im Airbus A380, der Boeing787 und im in Entwicklung befindlichen Airbus A350 gefunden hat.
Er wird eine Vision für die Zukunft der Flugtriebwerkstechnologie der kommenden 20 Jahre vorstellen und dabei insbesondere auf die erfolgreiche europaische Zusammenarbeit mit den universitaren Netzwerken und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eingehen.
Die Queen's Lecture wird in englischer Sprache gehalten.