Patrick Lemke spielt in seinen malerischen Arbeiten mit Formen und Figuren, die sich frei im Bildraum zu bewegen scheinen. Er bearbeitet Leinwand mit Lack, Ol und Terpentin, bis dass ein ungewohnt stark perspektivischer Hintergrund erreicht ist, auf den reale Gegenstande wie schwebend gesetzt sind.
Lemkes Bilder zeigen Ansichten von überdimensionierten Kinderspielplatzen, ratselhaften Interieurs und archaologischen Fundstatten. In diese Szenarien führt Lemke dann Linien und Flachen ein, die als Raumbühne für Figuren dienen. In irrealen Proportionen dazu erscheinen Menschen in Sprung- und Tanzbewegungen, die Maßstabe für Dimension und Ausrichtung der Bildraume setzen und provozieren. Komponenten aus technischen und digitalen Geraten bilden weitere Details in den Malereien, die an Screenshots aus Computerprogrammen erinnern.
In Lemkes Malereien findet man verwirrende und seltsame Raumproportionen, die mit offenen Bildrandern und Ausschnitten spielen und seine Arbeiten surrealistisch unendlich weit werden lassen. Stark kontrastreich gesetzte Farben erzeugen Konflikte zwischen Bildraumen und Geometrie, Illusionismus und formalen Elementen.
In der Ausstellung "Phenomenon" vom 29.3. bis 19.5.2012 im altesten Haus Spandaus, dem Gotischen Haus, Breite Str.32, 13597 Berlin zeigt der Künstler Patrick Lemke großformatige Malerei.