Im Anschluss Gespräch mit Paul Sonntag Moderation: Sophie Korschildgen
Einlass: 14:30 Uhr
Bei schönem Wetter findet das Filmgespräch im Bibliotheksgarten statt.
Die vertrauten Geräusche einer Supermarktkasse, ein routinierter Griff, ein letzter Blick durch die Regale. In Berlin-Moabit verschwindet ein Ort des Alltags. Der kleine Supermarkt "nah und gut" weicht einem Neubau mit (Luxus-)Wohnungen. Über fünf Jahre begleitet der Filmemacher Paul Sonntag, der zwei Häuser weiter wohnt, mit ruhiger, konzentrierter Kamera den Prozess der Veränderung. In langen Einstellungen beobachtet er Menschen in ihrem Arbeitsalltag und lässt dabei auch Raum für subtile, humorvolle Momente. Die präzise Betrachtung einer unscheinbaren Straßenecke wird zum sensiblen Porträt urbaner Transformation. Abschied und Neuanfang greifen ineinander, Vertrautes lebt in neuer Form weiter. Leise entstehen Bilder, die über den Kinobesuch hinauswirken.
„Nichts bleibt und nichts verschwindet“ hatte im Januar 2026 auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken Premiere.
Regie: Paul Sonntag | Deutschland 2026 | Dokumentarfilm | Farbe | 79 Min. | Dt., Engl., Rumän., mit dt. UT
Paul Sonntag studierte zunächst Architektur und Fotografie in New York, danach Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg, mit Stationen in Prag, Paris und Lagos. 2025 absolvierte er die Diplomprüfungen in Kamera und Dokumentarfilmregie. Seine Arbeiten wurden während der Berlin Art Week an der Neuen Nationalgalerie, in der Kunsthalle Basel, dem Salzburger Kunstverein und diversen Filmfestivals gezeigt, u. a. TIFF next wave und PÖFF Tallinn. Er arbeitet als Filmemacher und Kameraperson und lebt in Berlin-Moabit.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts OFFEN FÜR KULTUR in der Hansabibliothek statt und ist kostenfrei.
Dass vollständige Programm von OFFEN FÜR KULTUR findet ihr hier: www.offen-fuer-kultur.de.
OFFEN FÜR KULTUR wird mit Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin finanziert.