Wie wird an NS-Zwangsarbeit erinnert und worüber wird heute gestritten? Eine Diskussion über nationale Perspektiven, Leerstellen und aktuelle Debatten in Österreich, Italien und Polen.
Die Erinnerung an das Massenverbrechen NS-Zwangsarbeit hat sich in Europa unterschiedlich entwickelt. In Österreich steht die Auseinandersetzung mit der lange prägenden "Opferthese" und der Mitverantwortung österreichischer Täter im Fokus. In Italien wird bis heute um die Anerkennung von Besatzungsverbrechen, Zwangsarbeit und unzureichender Entschädigung ehemaliger Militärinternierter gerungen. In Polen prägen die enormen Kriegsverluste sowie anhaltende Debatten über Reparationen und historische Gerechtigkeit das öffentliche Erinnern.
Die Podiumsdiskussion bringt diese Perspektiven miteinander ins Gespräch und fragt nach den Herausforderungen europäischer Erinnerungskultur heute.
Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Podium: Dr. Sabine Schweitzer, Historikerin mit Schwerpunkt Österreich & Kuratorin der Ausstellung "Forced to Work" Dr. Carlo Gentile, Historiker mit Schwerpunkt Italien Dr. Roland Borchers, Historiker mit Schwerpunkt Polen
Moderation: Dr. Julana Bredtmann, Gedenkstättenreferat der Stiftung Topographie des Terrors
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Forced to Work – Willing to Survive Zwangsarbeit in Vergangenheit und Gegenwart"
Um 18 Uhr findet eine Führung durch die Kuratorin Dr. Sabine Schweitzer statt.