Die Ostsee markierte in der DDR einen Raum, in dem sich zwei Wirklichkeiten überlagerten: Urlaubslandschaft und tödlich bewachte Staatsgrenze. Während viele Menschen an der Küste ihren Sommer verbrachten, versuchten andere, über genau dieses Wasser der SED-Diktatur zu entkommen. Mindestens 135 Menschen verloren dabei ihr Leben.
Die Künstlerin Marie Jeschke nähert sich diesem Erinnerungsraum auf ungewöhnliche Weise: Ihre Malereien entstanden direkt im und mit den Gewässern, die einst die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland markierten – Ostsee, Spree, Teltowkanal. Begleitende Fotografien dokumentieren diesen besonderen Schaffensprozess an der Schnittstelle von zeitgenössischer Malerei und Erinnerungskultur.
Moderiert von Dr. Martina Weyrauch, diskutieren Prof. Dr. Hope M. Harrison und Marie Jeschke darüber, wie sich historische und künstlerische Forschung ergänzen – und welche neuen Zugänge Kunst und Wissenschaft gemeinsam eröffnen können. Im Anschluss wird die Ausstellung „Wo Kolibris schwimmen" im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer eröffnet.
Programm
Begrüßung: Prof. Dr. Axel Klausmeier Vortrag: Prof. Dr. Hope M. Harrison Podiumsgespräch: Prof. Dr. Hope M. Harrison und Marie Jeschke, Moderation: Dr. Martina Weyrauch Eröffnung der Ausstellung „Wo Kolibris schwimmen“